• Eine Pflegefachkraft betreut eine ältere Dame. © piselstock / adobe.stock.com

    Thieme unterstützt Versorgungsprozesse rund um den Krankenhausaufenthalt bereits mit verschiedenen Informations- und Serviceleistungen. Ab sofort beteiligt sich Thieme an der in Berlin ansässigen Recare GmbH. © piselstock / adobe.stock

     

Thieme beteiligt sich an digitaler Entlass-Plattform Recare

Stuttgart, August 2019 – Ab sofort beteiligt sich Thieme an der in Berlin ansässigen Recare GmbH. Recare hat eine Software entwickelt, die es Krankenhäusern ermöglicht, pflegebedürftige Patienten nach der Entlassung unmittelbar in eine geeignete Pflegeeinrichtung zu überführen. Das stellt sicher, dass diese Patienten nach der Entlassung optimal versorgt sind und nicht unnötig lange im Krankenhaus bleiben müssen. Für Thieme stellt das Recare Angebot einen weiteren Baustein innerhalb der Versorgungsprozesse vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt dar, den das Unternehmen bereits mit verschiedenen Informations- und Serviceleistungen unterstützt.

20 bis 30 Prozent aller Patienten benötigen nach dem Krankenhausaufenthalt vorübergehend oder dauerhaft Betreuung in einer Pflegeeinrichtung. Für Krankenhäuser ist es häufig sehr aufwendig, für Patienten geeignete und freie Pflegeplätze zu finden. Sozialarbeiter, Fallmanager und manchmal auch Ärzte telefonieren nicht selten tagelang erfolglos verschiedene Einrichtungen ab. Das kostet wertvolle Zeit, die in der Patientenversorgung fehlt. Außerdem verlängert sich der Krankenhausaufenthalt der betroffenen Patienten, was sich negativ auf den Gesundheitszustand der oft Hochbetagten auswirkt und unnötige Kosten für die Krankenhäuser verursacht.

Hier setzt die Software der 2017 gegründeten Firma Recare an: In einer Datenbank sind heute schon mehr als 8500 Pflegeeinrichtungen registriert, die dort ihre freien Bettenkapazitäten und speziellen Leistungen aktuell halten. Kliniken können über die Plattform geeignete Anbieter für Patienten mit ihrem speziellen Krankheitsbild auswählen und bei diesen Anfragen stellen. Anhand erster übermittelter Patientendaten prüfen die angeschriebenen Einrichtungen, ob sie dem Patienten einen für sein Pflegeprofil passenden Platz anbieten können. Kliniken bekommen innerhalb kürzester Zeit Rückmeldung und können dem geeigneten Nachsorger die Überleitung mit einem Klick bestätigen. Was bislang ein Prozess von zum Teil mehreren Tagen war, kann so innerhalb von drei bis vier Stunden geklärt werden. Ein in der Software hinterlegter selbst lernender Algorithmus stellt sicher, dass anhand von vorausgegangenen erfolgreichen Überleitungen die Aufnahme durch den ausgewählten Nachversorger in aller Regel klappt. Das macht den Prozess für Kliniken und Pflegeeinrichtungen nicht nur schneller, sondern auch zuverlässiger als bislang.

„Recare ist es gelungen, einen bislang sehr schwierigen Prozess im Entlassgeschehen optimal zu organisieren – und das für eine Patientengruppe, die besonderer Fürsorge bedarf. Hier verbinden sich gut aufbereitete Patienteninformationen mit einem intelligenten Service, der allen Beteiligten hilft. Das ergänzt sehr gut unsere Aktivitäten, mit denen wir die verschiedenen Prozesse rund um den Krankenhausaufenthalt heute schon begleiten“, erklärt Joana Hauff, Mitglied im Thieme Advisory Board, das Engagement. Der marktführende Anbieter für Informationen und Services zur Verbesserung von Gesundheit und Gesundheitsversorgung stellt für die sogenannte „Patient Journey“ beispielsweise eine App zur Verfügung, die den Aufnahmeprozess vor dem Krankenhausaufenthalt unterstützt, oder die elektronische Patientenakte GRIPS.

„Mit Thieme haben wir einen Partner, dessen Netzwerk und patientenzentrierte Angebote ideal zu unseren Anliegen passen. Heute schon kooperieren wir in Berlin mit 90 Prozent der Einrichtungen und stellen eine Echtzeit-Koordination der Anschlussversorgung sicher. In diese Richtung wollen wir uns auch in anderen Regionen entwickeln“, betont Maximilian Greschke, Gründer und Geschäftsführer von Recare. Eines der wichtigen Ziele Recares für die Zukunft ist es, deutschlandweit immer mehr Krankenhäuser und Nachversorger als Partner zu gewinnen und so den Überleitungsprozess mithilfe der Entlass-Plattform noch transparenter und effizienter zu gestalten. „Die Kooperation mit Thieme wird hierbei sicherlich hilfreich sein“, so Greschke.

Die Thieme Gruppe

Thieme ist marktführender Anbieter von Informationen und Services, die dazu beitragen, Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu verbessern. Das Familienunternehmen entwickelt mit seinen über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern digitale und analoge Angebote in Medizin und Chemie. Die internationale Unternehmensgruppe mit weltweit 11 Standorten nutzt dafür ein breites Experten- und Partnernetzwerk sowie die qualitativ hochwertigen Inhalte aus 200 Fachzeitschriften und 4400 Buchtiteln. Mit ihren Lösungsangeboten unterstützt Thieme relevante Informationsprozesse in der Wissenschaft, in Ausbildung und Patientenversorgung. Medizinstudierende, Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten, Kliniken, Krankenkassen sowie alle an Gesundheit Interessierten stehen hierbei im Mittelpunkt. Durch die hohe Qualität und zielgruppenspezifische Relevanz der angebotenen Leistungen bereitet Thieme den Weg für eine bessere Medizin und mehr Gesundheit im Leben.

Recare GmbH

Die Recare GmbH bietet eine digitale Überleitungsplattform für den Patientenübergang aus dem Akutkrankenhaus in die Nachversorgung. Derzeit verbindet Recare über 110 Akutkrankenhäuser mit etwa 50 000 Krankenhausbetten mit über 8500 Nachversorgern bundesweit für eine effiziente Koordination von Kapazitäten und Datenaustausch. Neben Überleitungen in die pflegerische Nachversorgung arbeitet Recare auch an Lösungen für die Koordination von Anschluss- und Frührehabilitation, Krankenhausverlegungen und Hilfsmitteln.