Thieme erweitert Radiologie-Datenbank "RadBase"

Stuttgart, Juli 2010 - Tumoren, Entzündungen, Gefäßerkrankungen oder Verletzungsfolgen: Sie alle können mit radiologischen Untersuchungen erkannt werden. MRT, CT und Röntgenaufnahmen zeigen, was dem Auge verborgen bleibt. Das Bild allein reicht jedoch nicht für eine Diagnose. Die Kunst des Radiologen besteht darin, zu erkennen, was ihm ein Bild zeigt. Seit gut sechs Monaten unterstützt die Thieme „RadBase“ Radiologen in Klinik und Praxis direkt an ihrem Arbeitsplatz bei der Befundungsarbeit. Das internetbasierte Informationssystem des Stuttgarter Georg Thieme Verlags steht ihm als Interpretationshilfe für eine schnelle und sichere Diagnose zur Verfügung. Jetzt wurde die Datenbank um wichtige Diagnosen erweitert. Außerdem stehen Nutzern ab sofort noch mehr elektronische Bücher zur Recherche zur Verfügung.

Nach der Röntgenaufnahme, dem MRT oder CT kommt es auf die richtige Diagnose an: Dazu betrachtet der Radiologe seine Aufnahme am Bildschirm. Parallel dazu kann er mit der Thieme RadBase arbeiten. Will er beispielsweise seine Verdachtsdiagnose absichern, erhält er dazu aus der Thieme RadBase Referenzabbildungen, eine Kurzdefinition der Diagnose, anatomische Abbildungen zu den Befunden und alle wichtigen Informationen zum Krankheitsbild. Alle Diagnosen wurden von Experten aus der Radiologie beschrieben und intelligent mit relevanten, vertiefenden Informationen und Bildmaterial vernetzt. Die Diagnosen sind miteinander vernetzt, so dass der Radiologe auch Zugriff auf Differentialdiagnosen oder typische Fehler bei der Diagnose hat. Von jeder Diagnose aus ist der Arzt nur einen Klick entfernt von weiterführenden Informationen aus Büchern oder Zeitschriften. Diese sind komplett recherchierbar und unmittelbar am Bildschirm abrufbar.

Insgesamt sind es mehr als 40000 Bilder, 1000 Diagnosen, ein Vielfaches an relevanten Fällen, rund 50 elektronische Bücher und sechs radiologische Fachzeitschriften, die den Radiologen in der internetbasierten Datenbank Thieme RadBase zur Verfügung stehen. Die Inhalte werden kontinuierlich erweitert, so dass der Arzt permanent auf das aktuelle Thieme Radiologiewissen zugreifen kann.

Erste Erfahrungen mit der Thieme RadBase konnte das Team rund um Professor Dr. Ulrich Mödder, Direktor des Instituts für Radiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, sammeln. „Die Thieme Radbase wird bei uns intensiv genutzt. Das erhöht die Befundungssicherheit und erweitert das differentialdiagnostische Spektrum.“, meint der Radiologe. Auch der Qualitätsstandard in der Assistentenschaft habe insgesamt zugenommen. „Dies ist gut für die Patienten und das Ansehen der Abteilung.“