• Preisträger Thieme Management Award 2017 © kma/Kusserow

    Die beiden Preisträgerinnen Dr. A. Grebe (links) und M. le Claire (rechts) gemeinsam mit den Jurymitgliedern C. Hirschfeld, Dr. A. Hauff, Dr. U. Schiller, B. Napp, Dr. M. Emmrich und Prof. Dr. A. Ekkernkamp im Hintergrund (v.l.n.r.). © kma/Kusserow

     

Dr. Andrea Grebe und Marie le Claire erhalten „Thieme Management Award 2017“

Berlin/Stuttgart – Die Thieme Fachzeitschrift „kma Klinik Management aktuell“ hat die Vorsitzende der Geschäftsführung des Vivantes-Konzerns, Dr. Andrea Grebe, mit dem „Thieme Management Award 2017“ in der Kategorie „Manager des Jahres“ ausgezeichnet. Preisträgerin in der neu geschaffenen Kategorie „Senkrechtstarter“ ist Marie le Claire, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald (UMG). Die Verleihung fand am 18. Januar 2018 im Rahmen der Gala des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) in Berlin statt.

„Manager des Jahres 2017“: Dr. Andrea Grebe

Qualität hat für Dr. Andrea Grebe höchste Priorität. Die ausgebildete Internistin und Qualitätsmanagerin hat 2014 die Gesamtleitung beim größten deutschen kommunalen Klinikkonzern übernommen. Seitdem hält sie den Branchenriesen Vivantes finanziell im Plus und stößt viele wegweisende Veränderungen an: So führt Vivantes in diesem Jahr als einer der ersten Klinikbetreiber eine elektronische Patientenakte ein. Mit dem von ihr initiierten internen System zur Qualitätssicherung geht Grebe zudem weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Eine verantwortungsbewusste Antibiotikaverordnung ist der Konzernchefin dabei ebenso wichtig wie die Teilnahme an der Initiative Qualitätsmedizin (IQM). Hinzu kommt ein interner Qualitätsbericht, der erstmals für das Jahr 2017 erstellt wird und alle qualitätsbezogenen Daten des Unternehmens bündeln soll – von Behandlungsdaten über die Ergebnisse von Patientenbefragungen bis hin zur Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Auswertungen wie diese sind für Dr. Andrea Grebe die Grundlage für Veränderungen: „Hat man keine Zahl, werden Vorschläge schnell zerredet“, ist sie überzeugt. Gleichzeitig ist es ihr wichtig, immer wieder das Gespräch mit Mitarbeitern zu suchen, Sachverhalte zu erklären und umgekehrt auch zuzuhören. „Dabei gelingt es ihr, den Mitarbeitern ein hohes Maß an Wertschätzung zu vermitteln, die sie zu guten Leistungen motivieren“, beschreiben Kollegen ihren Führungsstil.

„Senkrechtstarter 2017“: Marie le Claire

Erstmals in diesem Jahr vergibt die „kma“ zusätzlich einen Preis für den „Senkrechtstarter 2017“. Damit honoriert die Jury die Leistung junger Führungskräfte im Management, die sich durch kreative Lösungsansätze und eine hohe Verantwortungsbereitschaft auszeichnen. Hier überzeugte Marie le Claire durch ihre bisherige Laufbahn: Die 35-jährige studierte Wirtschaftsingenieurin startete ihre Karriere bei Roland Berger. 2010 wechselte sie an die Berliner Charité, wo sie zunächst die Abteilung Klinikcontrolling leitete und ab 2014 zusätzlich den Geschäftsbereich Kliniksteuerung übernahm. Seit Januar 2016 ist sie Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) und leitet seit 2017 zusätzlich auch die Geschäfte des Tochterkrankenhauses Wolgast.

Mit dem Wechsel an die UMG stellte sich Marie le Claire einer großen Herausforderung: Im Geschäftsjahr 2015 betrug das Defizit der Klinik 14,7 Millionen Euro. Schon nach einem Jahr gelang es ihr, das Minus auf 7,9 Millionen Euro zu verringern. Sie löste kostenintensive Leasingverträge für Geräte auf und verschlankte die Verwaltung, um Personalkosten einzusparen. Für 2018 plant sie die Digitalisierung der Bereiche Einkauf und Rechnungswesen. „Meine Vision ist eine papierlose Verwaltung“, erklärt sie. Das spare Zeit und Geld. Bei all den Veränderungen, die im Rahmen der Sanierung notwendig sind, ist es ihr wichtig, die Mitarbeiter rechtzeitig zu informieren, sie einzubinden und ihre Meinung zu hören. Sie hat deshalb gemeinsam mit dem Ärztlichen Vorstand regelmäßige Gesprächsrunden mit Oberärzten und Treffen mit Assistenzärzten ganz bewusst wiedereingeführt. „Dabei präsentieren wir nichts, sondern holen nur die Meinung der Kollegen ein. Die Idee ist ein Vorstand zum Anfassen“, so Marie le Claire.

„Thieme Management Award“

Bereits seit 2004 vergibt die „kma“ gemeinsam mit dem cdgw – Club der Gesundheitswirtschaft die Auszeichnung zum „Manager des Jahres“ und würdigt damit Manager, die auf ihrem Gebiet Ungewöhnliches leisten und damit ihr Unternehmen eindrucksvoll nach vorne bringen. Für junge Führungskräfte, die eine außergewöhnliche Karriere vorweisen können, wird 2017 erstmals der Preis „Senkrechtstarter“ vergeben. Beide Kategorien sind von nun an unter dem Namen „Thieme Management Award“ zusammengefasst. Die achtköpfige Jury setzt sich aus den Herausgebern der „kma“, Vertretern der Thieme Gruppe und einem Vertreter des cdgw – Club der Gesundheitswirtschaft zusammen. Unter www.kma-online.de/awards werden die Jury-Mitglieder im Einzelnen vorgestellt. Interessierte finden hier außerdem Berichte und Bilder zur Gala. Die Porträts der Preisträgerinnen sowie eine ausführliche Begründung der Jury werden in der kommenden Ausgabe der „kma“ am 7. Februar 2018 veröffentlicht.

Relaunch der Marke „kma“

Der neue übergreifende Titel „Thieme Management Award“ ist Teil eines umfassenden Relaunches der Marke „kma“. Unter dem neuen Claim „kma Wissen für Entscheider" positioniert sich die „kma“ als medienübergreifender Informationsanbieter für Klinikmanager und Entscheider im Krankenhauswesen. Das Portfolio aus Printmagazin mit Sonderheften, Online-Auftritt, Newsletter und Infoservice über Twitter fokussiert nun noch deutlicher die Bedürfnisse der Zielgruppe Krankenhausmanagement. Die Zugehörigkeit der Marke „kma“ zur Thieme Gruppe wird nun durch das für Thieme typische blau-blau-weiße Design bei allen Produkten der „kma“ hervorgehoben. Mit einem erweiterten Herausgeberboard, topaktuellen Inhalten und dem Ausbau des Thieme Management Awards startet die Marke „kma“ ins Jahr 2018.