• Nicht wegschleichen! © Daniela Sonntag

    Schleichen Sie sich nicht weg. © Daniela Sonntag, TRIAS Verlag

     

Loslassen lernen: Fremdeln, Klammern, Trennungsangst

Stuttgart, August 2016 – Der Babysitter ruft die Eltern zurück, weil sich das Baby nicht beruhigen lässt. Der Weg zur Kita wird zum Höllentrip, weil sich das Kind schreiend weigert dorthin zugehen und vor Ort unter Tränen darum bettelt, nicht da bleiben zu müssen. Umgekehrt trauen Eltern sich nicht, den Großeltern die Verantwortung für die Kleinen zu übertragen – auch nicht für kurze Zeit. Elizabeth Pantley schildert anhand zahlreicher Beispiele das schwere Los des Loslassens auf beiden Seiten. In ihrem Ratgeber „Fremdeln, Klammern, Trennungsangst“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2016) zeigt sie, was hinter der Angst steckt und was in welchem Alter und in welcher Situation am besten hilft. Dabei greift sie auf ihre eigene sowie die Erfahrung von Testfamilien zurück.

„Der Ursprung der Trennungsangst ist die Liebe, weshalb sie mit Umsicht und Respekt behandelt werden sollte“, erklärt Elizabeth Pantley. Kinder haben instinktiv die Gewissheit, dass Eltern sie vor möglichen Gefahren bewahren. Das Bedürfnis nach Nähe ist deshalb besonders stark, wenn die Kleinen mit fremden Personen oder einer unbekannten Situation konfrontiert werden. Umgekehrt lernen sie schnell: Je mehr gelungene Abschiede und glückliche Wiedersehen Kinder erleben, desto eher verlassen sie den sicheren Hafen ohne Angst. Dieser Lernprozess beginnt je nach Kind und Eltern früher oder später und dauert unterschiedlich lang.

Bereits Babys lernen spielerisch durch Guck-Guck-Spiele, dass Personen auch dann noch da sind beziehungsweise wiederkehren, wenn sie nicht zu sehen sind. Eltern können das Spiel erweitern, indem sie „Tschüss“ sagen, wenn sie sich kurz verstecken und mit einem fröhlichen „Hallo“ wieder auftauchen. So verinnerlichen schon sehr kleine Kinder Abschieds- und Begrüßungsgesten, die ihnen Trennungen erleichtern. „Älteren Kindern können Sie ein Erinnerungsstück als sichtbares Zeichen Ihrer Liebe mitgeben“, lautet ein weiterer Tipp der Autorin. Ein selbst gemachtes Armband wird so während der Trennung zum magischen Verbindungsstück.

Die Autorin:

Elizabeth Pantley - selbst Mutter von vier Kindern - ist Expertin für sanfte und achtsame Erziehung. Bei TRIAS sind bislang vier Ratgeber von Elizabeth Pantley erschienen. Sie lebt in Seattle, USA.

Wissenswertes: Trennungsangst ist kein Kinderkram

Eltern, die sich nur schwer von ihrem Kind trennen können, sollten sich bewusst machen, dass die Erfahrung mit anderen Menschen das Leben ihres Sprösslings bereichert. Die eigene Unsicherheit sollten sie ihr Kind deshalb nicht spüren lassen. Wer in Abwesenheit des Nachwuchses nicht arbeiten muss, sucht sich am besten eine Beschäftigung, die ihn ablenkt, und plant für das Wiedersehen etwas Schönes – und wenn es Zeit zum gemeinsamen Spielen ist.

 

Buchtipp

Fremdeln - Klammern - Trennungsangst
Elizabeth PantleyFremdeln - Klammern - Trennungsangst

So helfen Sie Ihrem Kind liebevoll beim Loslassen

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