• Trotzkind © photophonie, Adobe Stock

    Trotzige Kinder haben einen eigenen Willen © photophonie

     

Nervenprobe für Eltern und Kind: Die Trotzphase ist kein Ponyhof

Stuttgart, August 2017 – Tobsuchtsanfall im Supermarkt, Krokodilstränen beim Anblick von Brokkoli und Ringkampf beim Zähneputzen – fast jedes Kind kommt irgendwann in die Trotzphase und verwandelt sich vom charmanten Engelchen zum jähzornigen Teufelchen. Christina Tropper teilt seit Jahren ihre Erfahrungen mit ihren Zwillingsjungs auf dem Blog “Einer schreit immer“. Gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Smutni-Tropper hat sie jetzt ihr gesammeltes Wissen zu dieser wichtigen Entwicklungsphase in dem Ratgeber „Die Trotzphase ist kein Ponyhof – Der Eltern-Survival-Guide“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2017) zusammengefasst. Sie erklären, was in den trotzenden Kindern vorgeht, wie Eltern am besten mit ihnen umgehen und wie sie selbst dabei nicht untergehen.

Das Alter zwischen 15 Monaten und drei Jahren gilt als die Hauptzeit der Trotzphase: Die Kinder entwickeln eine genaue Vorstellung von dem, wie etwas sein soll oder zu funktionieren hat. Allerdings können sie vieles noch nicht selbst tun und sind auch nicht in der Lage mitzuteilen, was sie genau wollen. „Das, was wir als Trotzanfall oder Wutausbruch bezeichnen, ist nichts anderes als ein ‚Übermannt-Werden‘ von Gefühlen“, beschreiben die Autoren. „Die linke Gehirnhälfte, die für Logik zuständig ist, schaltet einfach ab und die rechte Gehirnhälfte, die impulsiv und emotional ist, wird die alleinige Herrscherin.“ Kinder leisteten also keinesfalls bewusst Widerstand gegen die Autorität der Eltern, sondern bräuchten ihren Zuspruch umso mehr, damit sie sich beruhigen und wieder klar denken können.

Im Alltag passen die jeweiligen Wünsche von Eltern und Kindern jedoch oft nicht zusammen: Trotzdem sollten Eltern ihren Kindern das Gefühl geben, als gleichwertige Partner mit zu entscheiden. Vom Schreikrampf beim Haare waschen bis zum Sitzstreik auf dem Weg zum Kindergarten – zu jeder dieser Trotzsituationen haben die Autoren Erfahrungsberichte, Präventiv- und Soforthilfemaßnahmen parat: Wenn Mama zum Beispiel plötzlich mit in die Wanne steigt und Spaß daran hat, sich Wasser mit der Gießkanne über den Kopf zu schütten, überwindet auch das Kind seine Abneigung und wäscht sich vielleicht sogar selbst den Kopf.

Die Autoren:

Christina Tropper ist Journalistin, Pädagogin und Zwillingsmutter. Alexander Smutni-Tropper ist Pädagoge, Lehrerausbilder und Zwillingspapa. Über die turbulente Zeit mit ihren Jungs schreibt Christina Tropper auf ihrem erfolgreichen Mama-Blog www.einerschreitimmer.com.

Wissenswertes: Das Zahnputz-Drama

Auch Kinder finden es befremdlich, wenn ihnen jemand im Mund herumfummelt. Mit der Handhabung der Zahnbürste sind sie selbst allerdings noch überfordert. Eine Zahnbürste zum Spielen hilft dabei, sich an das Werkzeug zu gewöhnen. Nach dem Putzen durch die Eltern, sollten Kinder Gelegenheit bekommen, es selbst auszuprobieren. Fingerlinge sind eine gute Alternative zur Zahnbürste. Aber auch Erdbeergeschmack, ein Zahnputz-Lied und ein Wettbewerb wer den meisten Schaum macht, entspannen die Situation.

 

Buchtipp

Die Trotzphase ist kein Ponyhof
Christina Tropper, Alexander Smutni-TropperDie Trotzphase ist kein Ponyhof

Der Eltern-Survival-Guide

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