Volle Konzentration! Unruhige Kinder im Alltag unterstützen

Stuttgart, Juli 2010 - Aufmerksamkeitsprobleme sind heute in vielen Familien ein Thema. Nicht alle unruhigen Kinder haben eine Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Aber auch Kinder, die sich leicht ablenken lassen, haben oft Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen. Ihre Eltern fragen sich: Was hilft, wenn mein Kind zappelig oder unorganisiert ist? Was kann ich tun, wenn es viele Fehler macht oder sich wenig zutraut? Die Ergotherapeutin Britta Winter bietet in ihrem Ratgeber „’Komm das schaffst Du!’ – Aufmerksamkeitsprobleme und ADHS“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010) erprobte Alltagshilfen für Eltern und Kinder.

Eltern, Erzieher, Lehrer, Ärzte und Therapeuten äußern den Eindruck, dass heute mehr Kinder unter Aufmerksamkeitsproblemen leiden. Diese Kinder erscheinen entweder besonders unruhig und zappelig oder sehr verträumt und langsam. Kinder mit solchen Auffälligkeiten werden oft ergotherapeutisch behandelt. „Das Zusammensein mit diesen ganz besonderen Kindern ist anstrengend und fordert Erwachsene sehr heraus. Wichtig ist es, dass der Alltag für Kinder und Eltern (wieder) einfacher wird“, erklärt Britta Winter. Sie hat ein spezielles ergotherapeutisches Elterntraining entwickelt, das Eltern zeigt, wie sie ihre Kinder bestmöglich unterstützen und mit dessen Hilfe sie typische Problemsituationen ins Positive wenden. In ihrem Ratgeber stellt sie Alltagshilfen, Tipps und Tricks vor, die dem Kind helfen, sich selbst besser zu regulieren, es ruhiger oder wacher werden lassen und seine Sozialkompetenz verbessern.

„Aber, neben allen konkreten Tipps, ist mir die wichtigste Botschaft: Verstärken Sie das Vertrauen des Kindes in sich selbst und in seine Fähigkeiten und Stärken, indem Sie immer wieder verdeutlichen, dass Sie diese anerkennen, es wertschätzen, gerne haben oder sogar unbedingt lieben“, so die Autorin. Denn ein stabiles Selbstvertrauen, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um mit dem Alltag und seinen Anforderungen zurechtzukommen.

Die Autorin

Britta Winter ist Ergotherapeutin in eigener Praxis und Mitglied im ADHS-Qualitätszirkel der Medizinischen Hochschule Hannover.

Wissenswertes: Der Trick mit den Aufpassübungen

Aufpassübungen helfen dem Kind, das Zusammenspiel zwischen Aufmerksamkeit, genauem Hinsehen und gezielten und fein abgestimmten Bewegungen zu trainieren. Neben der Verbesserung der Muskelspannung und Koordination, lernt das Kind auch, sein Erregungsniveau zu regulieren, sich auf eine Aufgabe ganz zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen. Ermutigen Sie das Kind, die Aufpassübungen vor den Schularbeiten oder vor anstrengenden Tätigkeiten zu machen. Als Aufpassübungen haben sich besonders bewährt:

  • Hampelmann
  • Überkreuzübungen, wie Knieklatschen über Kreuz
  • Seilspringen
  • Fangen und Werfen von ein oder zwei Säckchen/Bällen
  • Jonglieren mit Säckchen oder Jonglierbällen

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