Was Krankheiten uns sagen

Dr. Elfrida Müller-Kainz,
Leiterin des Instituts für Gesundheit und Persönlichkeitsbildung in Starnberg

Heute sind nicht weniger Menschen krank als früher, sondern Anzahl und Intensität von Krankheiten nehmen zu. Angesichts des Fortschritts der modernen Medizin ist das ein alarmierendes Ergebnis.

Ursachen von Krankheiten und universelle Gesetzmäßigkeiten

Ich habe nach Erklärungen gesucht und viele Jahre geforscht, um den Ursachen von Krankheiten auf die Spur zu kommen. Dabei bin ich zu einem in seiner Klarheit erstaunlichen Ergebnis gekommen: Erstens sind die Ursachen von Krankheiten eindeutig zu benennen. Sie liegen auf seelischer Ebene. Zweitens hat sich seit alters her nichts an den Krankheitsursachen geändert: Grundlage ist das universelle Ordnungssystem mit seinen Gesetzen. Diese Lebens- oder Naturgesetze sind göttlichen Ursprungs, garantieren die universelle Ordnung und wirken auf allen Gebieten des Lebens – unabhängig davon, ob wir sie kennen oder nicht. Durch unsere Charaktereigenschaften sind wir ständig mit den Lebensgesetzen verbunden. Wer sich an diese Gesetze hält und seine Eigenschaften und Verhaltensweisen verbessert, hat erhebliche Vorteile. Er kann Gesundheit, Erfolg und ein glückliches Leben erwarten.

Wie entstehen Krankheiten?

Nach den Gesetzen zu leben bedeutet, im Sinne der universellen Ordnung zu handeln, zum eigenen Wohl und zum Wohl aller. So fordern die Gesetze zum Beispiel Ehrlichkeit. Das ist die wichtigste Charaktereigenschaft. Ein anderes Gesetz erwartet von uns, zu vergeben. Können wir vergeben, so leben wir den Gesetzen konform. Tun wir dies wiederholt nicht, wird uns das Leben auf unser Versäumnis aufmerksam machen: durch Schwierigkeiten, durch Krankheiten. Dieser Zusammenhang entspricht dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Das kann jeder feststellen.

Halten wir also fest: Natürliche Gesetzmäßigkeiten bestimmen auf Erden, was im Sinne der Weiterentwicklung der Menschheit richtig oder falsch ist. Das wichtigste Gesetz ist das von Ursache und Wirkung: Was wir säen, das ernten wir. Und es ist auch die Erklärung dafür, dass Menschen körperlich krank werden. Haben Sie schon bemerkt, wie der Körper auf Verhalten, Gefühle und Gedanken reagiert? Wenn wir Angst haben, bekommen wir Herzklopfen. Wenn wir uns aufregen, steigt unser Blutdruck. Wenn uns etwas peinlich ist, werden wir rot. Unser Körper drückt aus, was wir fühlen, wie wir uns verhalten, was wir denken. Er ist Spiegel der Seele. Und wir sollen in diesen Spiegel schauen, um uns selbst zu erkennen. Krankheiten haben uns also etwas sehr Wichtiges zu sagen. Sie sind logische Folgen unserer Verhaltensweisen. Sie sind eine Chance zur Selbsterkenntnis und der beste Leitfaden für die Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit. Vorausgesetzt, dass wir uns unsere Schwachstellen eingestehen und zu Stärken machen. Wenn wir unser Verhalten ändern, haben Krankheiten ihren Zweck erfüllt: Sie werden als Wegweiser nicht mehr gebraucht und verschwinden. Das ist das tröstliche Ergebnis meiner Arbeit und der Erfahrungen, die in diesem Buch dokumentiert sind.

Was ist die Seele?

Viele Naturwissenschaftler (zum Beispiel Joachim Bauer, Bruce Lipton) nähern sich heute an die Metaphysik, die Religionswissenschaften und die Philosophie an und unterstützen immer öfter auch andere als die herkömmlichen wissenschaftlichen Methoden. Die Seele beispielsweise ist keine messbare Größe, deshalb entzieht sie sich allen empirischen Studien. Dennoch kann ihre Existenz nicht bezweifelt werden. Ich habe mich mehr als 30 Jahre lang mit der Erforschung der Seele beschäftigt. Es darf als gesichert gelten, dass sie aus drei Komponenten besteht, nämlich aus Intelligenz, Talenten und Charaktereigenschaften. Von letzteren gibt es etwa 200, die unter fünf Oberbegriffe zu fassen sind: Ehrlichkeit, Mut, Vergeben, positive Lebenssicht und die Fähigkeit, die Zeit gut zu nutzen. Jede Krankheit hat einen ganz spezifischen Bezug zu einer oder mehreren Charaktereigenschaften.

Wie können wir herausfinden, welche konkrete Bedeutung eine Krankheit hat?

Die einzelnen Charaktereigenschaften stehen jeweils mit bestimmten Organen in Verbindung. Das heißt, das erkrankte Organ gibt uns den entscheidenden Hinweis, auf welche Charaktereigenschaft(en) und welche Verhaltensweise(n) wir achten sollen. Hier ein Beispiel: Ärger kann zu Bluthochdruck oder Herzproblemen, mangelnder Mut (Angst) zu Magen- oder Rückenproblemen führen. Letztlich handelt es sich um alte Wahrheiten, die schon vor 2.500 Jahren bekannt waren. Der griechische Philosoph Platon wusste, dass Krankheiten seelischen Ursprungs sind: „Willst Du den Körper heilen, musst Du zuerst die Seele heilen.“ Demokrit sagte: „Gesundheit erbitten sich die Menschen in ihren Gebeten von den Göttern; dass es jedoch in ihrer eigenen Hand liegt, sie zu erhalten, daran denken sie nicht.“

Welche Folgen hat es, dass das alte Wissen vergessen worden ist?

Die göttlichen Gesetze werden heute auf praktisch allen Gebieten übertreten. Es hat sich ein materialistisches Weltbild durchgesetzt. Glaubhaft zu vermitteln, dass die antiken Philosophen in vielen Bereichen weiter waren als wir und weitgehendere Erkenntnisse über übergeordnete Zusammen¬hänge hatten, fällt nicht leicht.

Wie können wir Menschen Krankheiten überwinden?

Indem wir uns auf die Lebensgesetze besinnen und sie anwenden, können wir aus Verhaltensweisen, die uns schaden, und damit auch aus Schwierigkeiten oder Krankheiten wieder herauskommen. Dies gilt prinzipiell für alle Krankheiten. Aus meiner Sicht gibt es – per se – keine unheilbaren Krankheiten.

Manche Krankheiten haben ihre Ursache in mehreren Eigenschaften. Bei Krebs zum Beispiel liegt die Ursache vor allem in übermäßigem Geltungsstreben: Die Betroffenen haben ein über das normale Maß hinausgehendes Bedürfnis nach Anerkennung. Sie versuchen in übersteigerter Form, dieses Bedürfnis zu stillen, indem sie ständig auf Lob durch andere aus sind. Sie tun nicht mehr, was sie selber für richtig halten, sondern lassen sich von anderen Menschen sozusagen fremdsteuern. Dadurch stagniert ihre eigene Entwicklung. Zu diesem Geltungsbedürfnis kommt bei Krebs noch mindestens eine dem jeweiligen Organ entsprechende Eigenschaft hinzu.

Der erste Schritt aus der Krankheit besteht darin, die Ursachen zu finden. Dabei sollte ein Therapeut helfen, der die Lebensgesetze kennt. Er kann einen Weg aus der Krankheit zeigen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Der zweite Schritt ist, das Erkannte im Alltag umzusetzen. Das kann nur der Betroffene selber TUN. Beispiel: Viele Menschen sind von Allergien geplagt. Wer kann sie heilen beziehungsweise dauerhaft zum Verschwinden bringen? Bei Allergien ist Loslassen von ganz bestimmten Verhaltensweisen angesagt. Gelingt uns das, verschwinden die Allergien. Medikamente bringen erfahrungsgemäß keine dauerhafte Heilung.

Welchen Nutzen hätte es für die Menschheit, wenn sie sich wieder an den alten Gesetzen orientieren würde?

Was die Gesetze betrifft, so ist es Zeit, sich gesamtgesellschaftlich wieder auf sie zu besinnen. Könnten Ärzte auf das alte Wissen um die Gesetze zurückgreifen, so könnten sie ihren Patienten wirkungsvoll helfen, durch das Erkennen der Krankheitsursachen zu dauerhafter Gesundheit zu finden. Das schließt eine Begleitung des Heilungsweges und eine Unterstützung von körperlicher Seite ein. Würden sich die Menschen insgesamt wieder auf die göttliche Ordnung besinnen und versuchen, im Vertrauen auf die Hilfe dieser Gesetze zu leben, so könnten sie zu einem glücklichen Leben in Freude, Gesundheit und Frieden finden.

Mein Buch „Was Krankheiten uns sagen“ vermittelt Ihnen zunächst die Grundlagen, um die Symbolik von Krankheiten zu verstehen. Des Weiteren gibt es Ihnen wertvolle Hilfestellungen in Form von Fragen, um die individuellen Ursachen einer Krankheit herauszufinden und die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. So zeigt dieses Buch Wege auf, wie aus Krankheit nachhaltige Gesundheit werden kann.

Es gilt das gesprochene Wort. München, März 2014

  • Unser Körper drückt aus, was wir fühlen, wie wir uns verhalten, was wir denken. Er ist Spiegel der Seele. Und wir sollen in diesen Spiegel schauen, um uns selbst zu erkennen. Krankheiten haben uns also etwas sehr Wichtiges zu sagen.

Buchtipp

Was Krankheiten uns sagen
Elfrida Müller-Kainz, Beatrice SteingasznerWas Krankheiten uns sagen

Der Weg zu Erkenntnis und Heilung

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