Wie ernähre ich mein Baby gesund?

Stuttgart, Juni 2010 – Das Verlassen des Kreissaals ist für viele frisch gebackene Mütter ein Schritt ins Ungewisse. Von nun an müssen sie ihr Neugeborenes richtig ernähren, damit es ihm an nichts fehlt. Dass gerade in den ersten beiden Lebensjahren viele Fragen zu den Themen Stillen beziehungsweise Flaschenmilch, Breie und Familientisch auftauchen, ist verständlich. Die Ernährungswissenschaftlerin Barbara Dohmen erklärt in ihrem Ratgeber "Baby-Ernährung" (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010), was Babys brauchen, um sich gesund zu entwickeln.

Selbst ich als ‚Fachfrau’ hatte nach der Geburt meines ersten Sohnes Zweifel und Fragen: Wird mein Baby satt? Warum trinkt es in kürzeren Abständen als andere Babys? Wie oft muss es trinken?“ erzählt die Diplom-Ökotrophologin. Mit ihrem Ratgeber möchte sie das Selbstvertrauen der Eltern stärken. „Jedes Baby hat einen anderen Appetit und Geschmack und einen anderen Trink-, Ess- und Schlafrhythmus“, erklärt sie. „Wenn Sie die Signale Ihres Kindes beachten und mit Instinkt und Liebe handeln, hat Ihr Kind die besten Voraussetzungen, um gesund groß zu werden.“ Das Wissen, das Eltern zur Orientierung brauchen, die „Spielregeln“ für Mutter, Vater und Kind und die Hilfen, falls es Fragen und Probleme gibt, liefert ihr Ratgeber.

In den ersten vier bis sechs Monaten ist Muttermilch die wichtigste Nahrungsquelle für das Baby. Die darin enthaltenen Kalorien und Nährstoffe gewährleisten eine ausgewogene Ernährung und schützen das Kind vor Krankheiten und Allergien. Flaschenmilch mit dem Kürzel Pre oder Start ist eine gute Alternative, wenn Frauen nicht stillen wollen oder können. Mit etwa einem halben Jahr ist das Baby bereit für den ersten Brei. Ein Essensfahrplan zeigt, wie der Beikoststart gelingt und wann es welchen Brei gibt. Ab dem zehnten Lebensmonat ist es Zeit für stückige Kost, Fingerfood und Familienmahlzeiten. Der Ratgeber bietet neben allgemeinen Informationen über 80 gesunde Rezepte, Nährwerttabellen und viele Ernährungstipps für die ersten beiden Lebensjahre.

Die Autorin

Barbara Dohmen ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als freie Journalistin u.a. für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Wissenswertes: Neue Erkenntnisse für allergiegefährdete Babys

Studien haben gezeigt, dass das Vermeiden möglicher Nahrungsmittelallergene keinen nachgewiesen schützenden Effekt hat. Das hat dazu geführt, dass die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie seine Leitlinien zur Allergieprävention angepasst hat. Früher wurde geraten, dass beim Beikoststart von Kindern aus Allergikerfamilien bestimmte Lebensmittel weiterhin gemieden werden. Da es aber keinen gesicherten Beleg gibt, dass das einer Allergie vorbeugt, dürfen nun auch allergiegefährdete Kinder Kuhmilch, Hühnerei oder Fisch bereits im ersten Lebensjahr essen. Bei Fisch gibt es sogar Hinweise, dass er einen schützenden Effekt vor Allergien hat. Auch die Einführung von glutenhaltigem Getreide im fünften oder sechsten Lebensmonat senkt bei Stillbabys mit familiärer Veranlagung für Zöliakie die Entwicklung von Zöliakie im frühen und möglicherweise auch späten Kindesalter.

 

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