Zahlen und Fakten zur Nahrungsmittelproduktion

Wir haben Ihnen hier einige Zahlen und Fakten zum Thema Nahrungsmittelproduktion zusammengestellt. Weiterführende Informationen finden Sie im Buch „Nachhaltig genießen. Rezeptbuch für unsere Zukunft“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2012).

  • In Deutschland geben wir nur rund 14 Prozent unseres Einkommens für Lebensmittel aus (S. 142).
  • Der Ausstoß von Treibhausgasen ist bei der Erzeugung von Tiefkühl-Pommes-Frites bis zu 29-mal höher als bei naturbelassenen Kartoffeln (S. 138).
  • Der Fleischverzehr liegt heute in Deutschland für Männer bei 58 Kilogramm pro Person und Jahr, für Frauen bei 30 Kilogramm – das entspricht einer Menge von 1,1 Kilogramm beziehungsweise 600 Gramm pro Woche. Die Autoren empfehlen deutlich weniger: pro Woche bis zu zwei Fleischmahlzeiten à 150 Gramm sowie bis zu einer Portion Fisch à 150 Gramm (S. 126).
  • Für die Erzeugung von 1 Kilogramm Rindfleisch werden 15.500 Liter Wasser benötigt. Für 1 Kilogramm Weizen 1.300 Liter. Für ein Kilogramm Kartoffeln 260 Liter (S. 126).
  • Der Flächenbedarf für die Erzeugung von 1000 Kilokalorien in Form von Rindfleisch beträgt 31,2 Quadratmeter, davon 25,9 Quadratmeter Weideland. Für Geflügelfleisch 9,0 Quadratmeter. Für Getreide 1,1 Quadratmeter (S. 128).
  • Stichwort Flächenkonkurrenz:
    Durch den Anbau von Exportprodukten – neben Futtermitteln wie Cassava, Soja und Mais sind dies unter anderem Südfrüchte, Kaffee, Tee, Kakao, Tabak, Baumwolle, Blumen – entsteht in Entwicklungsländern eine Flächenkonkurrenz gegenüber der Produktion von Nahrungsmitteln für die einheimische Bevölkerung. In afrikanischen Ländern beispielsweise belegt die Exportproduktion etwa 5–20 Prozent der agrarischen Nutzfläche. Die Restfläche würde ausreichen, um die afrikanische Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Ein Konflikt besteht allerdings in qualitativer Hinsicht: Für Exportprodukte werden oft die besten Böden und die meiste Arbeitszeit verwendet. Viele Staaten fördern den Exportanbau zusätzlich mit Kreditprogrammen und Bereitstellung von Saatgut und Dünger. Da mit Exportprodukten in der Regel höhere Erlöse zu erzielen sind, kann dies zu einer Vernachlässigung der Nahrungsproduktion für den eigenen Verbrauch und für den lokalen Markt führen (S. 128).

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