Zöliakie bei Kindern - Koch- und Backbuch bietet über 90 Rezepte

Stuttgart, Mai 2012 - Familien trifft die Diagnose Zöliakie häufig aus heiterem Himmel. Wenn eines der Kinder auf Gluten reagiert, heißt es, von heute auf morgen die Ernährung umzustellen. Dieses sogenannte Klebereiweiß kommt unter anderem in vielen Getreidearten vor. Aber was bleibt, wenn das Brot vom Bäcker oder die Nudeln und das Müsli aus dem Supermarktregal krank machen? Auch Susanne Weimer-Koschera hat sich das gefragt, als bei ihrer Tochter Marleen Zöliakie diagnostiziert wurde. Ihre Erfahrungen, Tipps und Rezepte geben Mutter und Tochter in dem Buch „Zöliakie bei Kindern: Das Kochbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2012) weiter.

Wie erkläre ich meinem Kind, was ihm fehlt, fragen sich viele Eltern. „Marleen haben wir gesagt, dass sie auf Weizen allergisch ist und davon Bauchschmerzen und Durchfall bekommt. Mit dieser Erklärung war sie bisher zufrieden“, erzählt Weimer-Koschera. „Marleen hilft gern in der Küche mit. So war es leicht, ihr spielerisch beizubringen, was sie essen darf und was nicht. Mit jedem Einkauf und jedem Kochen hat sie ein bisschen mehr gelernt, worauf sie achten muss“. Mutter und Tochter suchten und erfanden auf diese Weise immer wieder neue glutenfreie Rezepte. „In diesem Buch haben wir unsere Erfahrungen und Rezepte zusammengetragen und möchten Mut machen und Anregungen geben“, informiert die Autorin.

Das Koch- und Backbuch ist speziell auf die Bedürfnisse von Eltern zugeschnitten, bei deren Kind Zöliakie diagnostiziert wurde. Mutter und Tochter wissen, was auf ein Kind mit Zöliakie zukommt, welche Stolperfallen es im Alltag gibt und wie sie zu umgehen sind. Es enthält neben vielen Tipps und Informationen über 90 Rezepte, mit denen glutenfreies Kochen und Backen lecker und einfach ist.

Wissenswertes: Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine nicht heilbare, lebenslang bestehende Autoimmunerkrankung. Der Körper reagiert auf Gluten mit einer Rückbildung der Dünndarmzotten. Diese entnehmen der Nahrung die Nährstoffe und leiten sie mit dem Blutstrom weiter. Bei einer Glutenunverträglichkeit bilden sich diese Zotten zurück und der Nahrung können nur noch unzureichend Nährstoffe entzogen werden. Die Symptome und die Schwere des Krankheitsbildes können unterschiedlich sein. Typische Symptome sind Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, chronischer Durchfall, häufiges Erbrechen, Müdigkeit oder Wachstumsverzögerungen. Die Symptome bessern sich sofort, wenn Betroffene auf Mehl und herkömmliche Getreideprodukte verzichten. Sicher nachweisen kann man Zöliakie mit einer Blutuntersuchung und einer Dünndarmbiopsie.

Die Autorin

Susanne Weimer-Koschera ist Heilpraktikerin und Ergotherapeutin. Als ihre heute siebenjährige Tochter Marleen vier Jahre alt war, wurde bei ihr zuerst Diabetes Typ 1 und ein halbes Jahr später Zöliakie diagnostiziert. Die Suche nach Zöliakie-Kochbüchern mit kindgerechten Rezepten war mühsam und unergiebig. Sie begann daher, auf eigene Faust zu kochen. Unterstützt wurde sie dabei von Marleens Erzieherinnen, die im Kindergarten ebenfalls glutenfreie Rezepte entwickelten. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Waiblingen.

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