• Aktiv gegen Stigmatisierung psychisch Kranker

    Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung ist für Menschen mit psychischen Erkrankungen oft eine enorme Belastung.

     

Aktiv gegen Stigmatisierung psychisch Kranker

Jüngste Studien zeichnen ein ernüchterndes Bild: Die Einstellung gegenüber Menschen mit Depression, Schizophrenie oder Alkoholabhängigkeit hat sich in den vergangenen 20 Jahren nicht verbessert. „Auch heutzutage reagieren noch viele Menschen mit Angst und Zurückweisung, wenn sie mit psychischen Erkrankungen konfrontiert werden“, so heißt es in einer Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Fast die Hälfte der Bevölkerung würde demnach einen Menschen, der an Schizophrenie leidet, nicht ihren Freunden vorstellen.

 

DGPPN-Präsident Prof. Wolfgang Maier betont deshalb die hohe Bedeutung des Engagements gegen Stigmatisierung: „Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung ist für Menschen mit psychischen Erkrankungen noch oft eine enorme Belastung“. Die Stigmatisierung kann sich nach seiner Darstellung auch negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Die Gesellschaft lobt deshalb bereits seit elf Jahren den DGPPN-Antistigma-Preis aus, um aktiv den Abbau von Diskriminierung und Vorurteilen zu forcieren. Der Antistigma-Preis zeichnet Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen aus, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen einsetzen.