• Schon damals zeigte sich: Wer die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllte, konnte trinken so viel er wollte.

     

Warum es so wurde, wie es heute ist

Das Suchthilfesystem im Wandel der Zeit

Egal ob sie erlaubt sind oder verboten – Rauschmittel sind Teil der menschlichen Daseinsbewältigung und wurden seit jeher in eine Kultur eingebettet, von der man nicht weiß, ob sie Voraussetzung oder Entschuldigung des Drogenkonsums war. Alkoholische Getränke waren Grundnahrungsmittel und halfen, den Kampf ums Dasein zu ertragen - gelegentlich verbunden mit der Empfehlung, Bier zu trinken, um die teuren Importe von Kaffee und Tee zu umgehen. Da war ein Alkoholproblem bereits im 19. Jahrhundert die logische Konsequenz.

 

Schon damals zeigte sich: Wer die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllte, konnte trinken so viel er wollte. Wer wegen Alkohol jedoch unangenehm auffi el, war arm dran. Nicht nur im materiellen, sondern vor allem im gesellschaftlichen Sinne: „Trinker” und noch viel schlimmer „Trinkerinnen” waren willen-, halt- und bestimmt auch schamlos, und wenn sie nicht im Abseits starben, endeten sie häufig in „Irrenanstalten”.

 

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Aus KONTUREN 3-2013

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