Depressionsscreening am Telefon

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    Durch die Allgemeine Depressionsskala (ADS) ist eine Selbstbeurteilung der depressiven Symptome möglich.

     

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und stellen eine zunehmende Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem dar. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Früherkennung der Erkrankung sowie die verstärkte Zuwendung zur epidemiologischen Forschung zunehmend an Bedeutung. Eine frühzeitige Erkennung erster Symptome ermöglicht rasch einsetzende therapeutische Interventionen und eine angemessene Behandlung. Auf diesem Wege können die Entwicklung einer klinisch relevanten depressiven Störung und die damit verbundenen gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Beeinträchtigungen und Konsequenzen eventuell vermindert oder gar verhindert werden.

Im Bereich der epidemiologischen Forschung leisten Erkenntnisse zu den Ursachen, zur Verbreitung und zu den Folgen depressiver Erkrankungen einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Depressionen. Die zuverlässige Früherkennung und Diagnostik depressiver Symptome und Erkrankungen setzt voraus, dass geeignete Messinstrumente zur Verfügung stehen. Diese Messinstrumente sollten neben den psychometrischen Hauptgütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) auch das Nebengütekriterium der Normierung erfüllen, um die zuverlässige Interpretation der Ergebnisse zu gewährleisten.

Im deutschsprachigen Raum wird häufig die Allgemeine Depressionsskala (ADS) als Selbstbeurteilungsinstrument für depressive Symptome verwendet. Ursprünglich wurde die amerikanische Originalversion der ADS, die Center for Epidemiological Studies Depression Scale (CES-D) für epidemiologische Untersuchungen größerer Bevölkerungsstichproben konzipiert und wird seither auf internationaler Ebene als Screeningverfahren zur frühzeitigen Identifikation depressiver Störungen eingesetzt.

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Aus der Zeitschrift: Psychiatrische Praxis 03/2014

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