• Berlin

    Mit dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt – Versorgung neu denken“ will die DGPPN ein zukunftsweisendes Thema in den Fokus rücken.

     

Der Mensch im Mittelpunkt – Versorgung neu denken

Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt – Versorgung neu denken“ wird der DGPPN-Kongress, Europas größte Fachtagung auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit, vom 25. bis 28. November dieses Jahres in Berlin stehen. In mehr als 650 Einzelveranstaltungen werden Themen aus der Psychiatrie von Angsterkrankungen bis zu Zwangsstörungen behandelt werden. Als Teilnehmer werden rund 9000 Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten erwartet.

Mit dem Kongressmotto will die DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) ein zukunftsweisendes Thema in den Fokus rücken. „Denn trotz enormer Fortschritte in der Versorgung stellen psychische Erkrankungen nach wie vor eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung dar“, teilt die Gesellschaft mit. Der Hilfsbedarf sei in den vergangenen Jahren über alle Sektoren hinweg gewachsen und aktuellen Erhebungen zufolge gehören laut DGPPN Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden zu den Hauptursachen von Krankschreibungen bei Deutschlands Beschäftigten.

„Damit psychisch erkrankte Menschen auch in Zukunft qualitativ hochwertige, wissenschaftlich fundierte und individualisierte medizinische, therapeutische und soziale Hilfen erhalten, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Auf dem Kongress der DGPPN werden deshalb nationale und internationale Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik neue Versorgungskonzepte vorstellen und das Potenzial von gestuften, bedarfsgerechten, personenzentrierten und sektorenübergreifenden Versorgungsmodellen wird diskutiert“, sagt DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth.

Im Fokus stehen demnach Fragen, die direkt die Patienten und die an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen betreffen: Wie lassen sich die Empfehlungen der evidenzbasierten Leitlinien im Behandlungsalltag noch umfänglicher umsetzen? Wie können die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in die Praxis übersetzt werden? Wie stellen wir die Beziehungskontinuität in der Behandlung und die Gerechtigkeit bei der Verteilung der Ressourcen sicher?

2015 richtet sich der DGPPN-Kongress erstmals mit einem speziellen Fortbildungsangebot auch an Hausärzte. „Psychische Erkrankungen spielen in der hausärztlichen Praxis eine wichtige Rolle. Für viele Betroffene ist diese die erste und zentrale Anlaufstelle. Da die komplexen Krankheitsbilder eine besondere Herausforderung für Diagnostik und Therapie darstellen, werden wir auf dem Kongress eine Gelegenheit zu einem praxisnahen und gegenseitigen Austausch schaffen“, so Dr. Iris Hauth weiter. Der „Schwerpunkt Hausarztpraxis“ findet an den beiden letzten Kongresstagen statt und beinhaltet mehr als zehn Symposien.

Thieme Redaktion

 

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