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Achtsamkeit und Emotionsregulation – Änderungsprozesse befördern sich gegenseitig

Die Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierten Interventionen bei Krebspatienten hinsichtlich der Reduktion psychischer Belastungen wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. Die Forscher um L. E. Labelle haben nun untersucht, wie sich diese positiven Änderungsprozesse näher beschreiben lassen.

Bisherige empirische Daten liefern eine Evidenz dafür, dass achtsamkeitsbasierte Ansätze die psychischen Belastungen bei Krebspatienten (z. B. häufig unkontrollierbare intrusive Gedanken bzgl. der Erkrankung bzw. Progredienzangst) reduzieren können (Ledesma & Kumano 2009). In welcher zeitlichen Abfolge sich Änderungsprozesse bei diesen Interventionen vollziehen und wie achtsamkeitsbezogene Prozesse mit der Emotionsregulation im Zusammenhang stehen, war bisher nicht bekannt. Hier schließt die vorliegende Studie eine Forschungslücke.

Im Rahmen einer kontrollierten Studie wurden 211 Krebspatienten (Interventionsgruppe n = 135; Wartegruppe n = 76) in die Studie eingeschlossen. Die Teilnehmer machten Angaben zu Stress-Symptomen und Störungen der Stimmung als primäre Kriterien der Wirksamkeit der Intervention sowie Achtsamkeit und Emotionsregulation (Grübeln, Sorgen, erfahrungsbezogene Vermeidung) als Mediatoren der Wirksamkeit. Die Patienten der Interventionsgruppe erhielten die Gruppenintervention „Krebs mit Achtsamkeit bewältigen“ (Mindfulness-Based Cancer Recovery, MBCR). Diese besteht im Wesentlichen aus 8 Gruppensitzungen á 90 Minuten im Wochenrhythmus und einer 6-stündigen Zusatzsitzung und enthält als Elemente der Achtsamkeitspraxis Methoden wie Meditationen sowie Atem- und Yogaübungen.

Veränderungen wurden zu 3 Zeitpunkten validiert: vor der Intervention, nach der Hälfte (frühe Änderungen) und nach Abschluss der Intervention (späte Änderungen). Für die Analysen zum zeitlichen Ablauf der Änderungsprozesse wurden die Daten der Completer analysiert. Diese mussten an mehr als 50 % der Intervention teilgenommen haben (mind. 5 von 9 Sitzungen). Insgesamt konnten die Daten von 64 % der Studienteilnehmer in die Analysen einbezogen werden (Interventionsgruppe n = 75; Wartegruppe n = 61). Davon waren 85 % Frauen, der Altersdurchschnitt lag bei ca. 55 Jahren. 62 % der Completer waren an Brustkrebs erkrankt und die Krebsdiagnose lag durchschnittlich 25 Monate zurück.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier Achtsamkeit und Emotionsregulation – Änderungsprozesse befördern sich gegenseitig

Aus der Zeitschrift PPmP Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie 07/15

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