• Schizophrenie

    Die Schizophrenie und Bipolare Störungen scheinen sich auf einem ähnlichen genetischen Hintergrund zu entwickeln.

     

Genetische Korrelationen zwischen Schizophrenie und Bipolaren Störungen

Die Schizophrenie und Bipolare Störungen scheinen sich auf einem ähnlichen genetischen Hintergrund zu entwickeln. Denn in Genomassoziations-Studien wurden enge Korrelationen zwischen den beiden psychischen Erkrankungen nachgewiesen. Überlappungen, wenn auch geringer ausgeprägt, sind auch bei der Majoren Depression und Bipolaren Störungen sowie einer Schizophrenie gefunden worden und ebenso bei Bipolaren Störungen und einem ADHS. An den Studien waren rund 300 Forscher weltweit beteiligt, darunter auch deutsche Forscher des Nationalen Genomforschungsnetzes „MooDs“.

 

Im Rahmen der Studie wurden rund eine Million variabler Regionen im Gehirn, sogenannte „Single Nucleotide Polymorphisms“ (SNPs) bei 75.000 Probanden analysiert, darunter Patienten mit Schizophrenie, Bipolarer Störung, Major Depression, Autismus, ADHS sowie gesunde Kontrollpersonen. Die in den Analysen dokumentierte starke Ähnlichkeit der SNPs-Muster bei der Schizophrenie und Bipolaren Störungen weist auf einen hohen Anteil gemeinsamer genetischer Faktoren der beiden Erkrankungen hin. Überraschend hoch waren außerdem die Überlappungen zwischen Schizophrenie und Majorer Depression. „Die Krankheitsursachen dieser beiden Störungen sind ähnlicher als bislang gedacht“, kommentiert Professor Dr. Sven Cichon, Universität Basel, die neuen Erkenntnisse.