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    Kinder älterer Väter haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an psychischen Störungen zu erkranken.

     

Kinder älterer Väter sind anfälliger für psychische Krankheiten

Kinder älterer Väter haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an psychischen Störungen zu erkranken – so das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler.

In der Studie wurde anhand der Daten von 2.894.688 zwischen 1955 und 2007 geborenen und im dänischen „Psychiatric Central Research Register“ erfassten Personen der Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters sowie der Mutter bei der Geburt und dem Auftreten psychischer Erkrankungen untersucht. Die erfassten Patienten wiesen ein breites Spektrum an psychischen Krankheiten auf von der Schizophrenie über Stimmungsstörungen, neurotische, Stress-assoziierte und somatoforme Störungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und einer Reihe von Entwicklungsstörungen sowie Suchterkrankungen.

 

Die Analyse der Kohortenstudie umfasste insgesamt 42,7 Millionen Patientenjahre, so Studienleiter Professor Dr. John McGrath vom Queensland Brain Institute (QBI), St. Lucia/Australien (McGrath JJ et al., JAMA Psychiatry 2014, doi: 10.1001/jamapsychiatry.2013.4081).

 

Die Erhebung zeigt nach seinen Angaben, dass das Risiko für psychische Krankheiten insgesamt erhöht ist, wenn der Vater eines Kindes bei dessen Geburt älter als 29 Jahre ist. Besonders ausgeprägt war der Zusammenhang bei einer geistigen Retardierung, Autismus und Schizophrenie. Das erhöhte Risiko kann, so die Ansicht der Forscher, möglicherweise durch De-novo-Mutationen bei der Spermiogenese bedingt sein.

 

Bei der Analyse der Daten zeigte sich ferner eine Assoziation zwischen dem Alter der Mutter und psychiatrischen Auffälligkeiten. So bestand bei Kindern von Müttern unter 25 Jahren ein eindeutig erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Suchterkrankungen, einem ADHS und einer mentalen Retardierung.