• Konfliktbewältigungsstrategien bei Patienten mit somatoformen Störungen

    Patienten mit somatoformen Störungen werden oft als „schwierig“ in der zwischenmenschlichen Interaktion beschrieben.

     

Konfliktbewältigungsstrategien bei Patienten mit somatoformen Störungen

Zusammenfassung

245 Allergie-Abklärungspatienten wurden mit dem SKID-Interview zu somatoformen Störungen untersucht und bearbeiteten den Fragebogen zu Konfliktbewältigungsstrategien (FKBS). 55 Insektengiftallergiker sowie 100 Patienten aus einer Depressionsstudie dienten als Kontrollen. Lediglich die Ergebnisse der depressiven Patienten wichen von den FKBS-Normwerten ab, vor allem im Hinblick auf eine erhöhte „Wendung gegen das Selbst“.

 

Einleitung

Patienten mit somatoformen Störungen werden oft als „schwierig“ in der zwischenmenschlichen Interaktion beschrieben. Eine mögliche Erklärung könnte in einer unreifen/ maladaptiven Abwehr bzw. Konfliktbewältigung liegen. Zur Frage, welche Rolle diese in der Ätiologie, Auslösung oder Persistenz von somatoformen Störungen spielen, gibt es bisher kaum empirische Daten. Da sie aber z. B. wesentliche Therapieschwerpunkte bzw. -hindernisse darstellen könnten, ist ihre Untersuchung – vor dem Hintergrund des üblicherweise unbefriedigenden Therapieerfolgs – von praktischer Bedeutung. Bisher wurden bei Patienten mit somatoformen Störungen unter anderem die unreifen Abwehrmechanismen Dissoziation, Regression und natürlich Somatisierung beschrieben. Laut Kapfhammer spielt ein „reduziertes“ Abwehrverhalten eine „entscheidende Rolle in der Auslösung, Exazerbation und Aufrechterhaltung von Somatisierung“, da es zu erhöhtem psychosozialen Stress führe. Ziel dieser Arbeit war es, Konfliktbewältigungsstrategien von Patienten mit somatoformen Störungen mit denen dreier klinischer Kontrollgruppen zu vergleichen und gegebenenfalls bestimmte Abwehrmuster darzustellen.

 

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Aus der Zeitschrift PPmP - Psychotherapie • Psychosomatik • Medizinische Psychologie; 06/2013