• DGPPN: Prävention im Fokus

    Psychische Erkrankungen sind mit 40 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen pro Jahr der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen und machen sogar die häufigste Ursache für Frühberentungen aus.

     

DGPPN: Prävention im Fokus

Psychische Erkrankungen beeinträchtigen die Patienten in besonderem Maße in ihrer Lebensgestaltung. Denn sie neigen zur Chronifizierung und wiederkehrenden Krankheitsepisoden, sind mit 40 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen pro Jahr der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen und machen sogar die häufigste Ursache für Frühberentungen aus. Der Früherkennung und -intervention kommt daher enorme Bedeutung zu, wie anlässlich des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin betont wurde.

„Bei der Entwicklung von Präventionsstrategien wurden entscheidende Fortschritte erreicht, die es nun umzusetzen gilt“, sagt dazu DGPPN-Präsident Professor Wolfgang Maier, Bonn. „Es wird zunehmend klar, dass eine effiziente Primär- und Sekundärprävention auf der Kenntnis spezifischer Krankheitsprozesse gründen muss“. Die Alzheimer-Krankheit und auch Psychosen sind laut Maier zwei aktuelle Beispiele hierfür. Vorrangige Themen beim DGPPN waren daher neben der Vorstellung internationaler Präventionskonzepte auch die neurobiologischen Grundlagen der Prävention.