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Schematherapie bei Essstörungen

Ein integrativer Ansatz zur Verbesserung des Therapieoutcomes

Essstörungen

Essstörungen stellen trotz der vorhandenen verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen Therapiekonzepte und partieller Erfolge der entsprechenden Therapieformen weiterhin eine therapeutische Herausforderung dar. Hierzu gehören eine teils stark ich-syntone und damit sehr veränderungsresistente Symptomatik, störungsspezifische Folgen der Erkrankung, die höchste Mortalität unter allen psychischen Erkrankungen (bezogen auf die Anorexia nervosa), hohe Raten an psychiatrischer Komorbidität sowie eine hohe Chronifizierungs- und Rückfallrate.

Viele Patientinnen berichten im Laufe einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung, ihre dysfunktionalen, der Störung zugrunde liegenden und stützenden Überzeugungen und Glaubenssätze zu erkennen, aber kein spürbares Nachlassen des emotionalen Effekts dieser Gedanken und Einstellungen zu erleben. Im Alltag führt dies zu einer täglichen zermürbenden Auseinandersetzung mit diesen Gedanken, ohne die erwünschte Unbeschwertheit im Umgang mit dem Essen, den Leistungsanforderungen und in der Interaktion mit anderen zu erreichen.

Grundgedanke der Schematherapie

Die Entwicklung der Schematherapie nach Young basiert auf der Arbeit mit Patienten, deren psychische Störungen sich therapieresistent zeigten. Die fehlende Ansprechbarkeit auf therapeutische Verfahren wurde als Ausdruck maladaptiver Schemata, die die Patienten in ihren früheren Beziehungserfahrungen erworben haben, verstanden. Die daraus resultierenden maladaptiven Schema-Bewältigungsreaktionen führen zu einem Verhalten, das regelmäßig den Kriterien einer Persönlichkeitsstörung entspricht und sich als besonders ausgeprägt, unflexibel oder wenig angepasst bis rigide zeigt.

Das therapeutische Modell wurde um ein Repertoire an Interventionen erweitert, um diese zugrunde liegenden den Therapieprozess blockierenden strukturellen Störungen effektiver behandeln zu können.

Die Schematherapie wurde für Patienten mit therapieresistenten psychischen Störungen entwickelt. Eine Grundannahme ist, dass maladaptive Schemata den Therapieprozess blockieren. Durch Interventionen sollen diese Störungen behandelt werden.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Schematherapie bei Essstörungen – Ein integrativer Ansatz zur Verbesserung des Therapieoutcomes

Aus der Zeitschrift PPmP - Psychotherapie • Psychosomatik • Medizinische Psychologie 7/2016

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