• Computertomographie

     

Computertomografie – Untersuchungsprotokolle in der Polytraumaversorgung

Die Multidetektor-Computertomografie ist das bildgebende Verfahren der Wahl in der Diagnostik des polytraumatisierten Patienten. Es gibt zahlreiche etablierte und empfohlene CT-Protokolle. In der vorliegenden Publikation wird daher kein dezidiertes Polytraumaprotokoll angegeben, sondern es werden wichtige Vorgaben und Anhaltspunkte vermittelt, die individuell an die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten vor Ort angepasst werden können.

Die rasante technische Entwicklung in den letzten 2 Jahrzehnten (Einführung der Mehrzeilentechnik im Jahr 1998) hat es heutzutage möglich gemacht, mit der MDCT (Multidetektor-Computertomografie) eine Ganzkörperspirale in wenigen Sekunden Scan-Zeit zu akquirieren. Durch dieses schnelle und sichere Bildgebungsverfahren ist es erst möglich geworden, den schwerverletzten Patienten frühzeitig umfassend zu diagnostizieren und ihn schnellstmöglich einer prioritätenorientierten Versorgung zuzuführen. Somit ist die moderne Bildgebung und insbesondere die CT einer der relevanten Schlüsselbereiche in der Versorgung schwerverletzter Patienten.

Mittlerweile gibt es unzählige Studien, die den Vorteil der GKCT (Ganzkörper-Computertomografie) bei stabilen, aber auch bei instabilen polytraumatisierten Patienten belegen. Der hohe Stellenwert der GKCT wurde in der im Sommer 2016 neu überarbeiteten S3-Leitlinie „Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung“ nochmals hervorgehoben.

Der Untersuchungsablauf bei einem polytraumatisierten Patienten und die genaue Protokollzusammenstellung unterscheiden sich von Klinik zu Klinik. Dies liegt insbesondere an der variablen Scanner-Ausstattung der jeweiligen Klinik mit den daraus resultierenden unterschiedlichen Scan-Parametern und -Geschwindigkeiten (4- bis 512-Zeiler) und dadurch bedingt auch unterschiedlichen Kontrastmittelprotokollen. Des Weiteren spielen die baulichen Voraussetzungen eine Rolle in der Patientenversorgung und der Art der Bildgebung. Ist z. B. ein CT-Scanner direkt im Schockraum integriert oder unmittelbar benachbart, kann mittlerweile auf eine initiale konventionelle Röntgendiagnostik (Röntgenaufnahme von Becken und Thorax) gemäß der 2016 überarbeiteten S3-Leitlinie verzichtet werden.

So kommt es zu einer Vielzahl etablierter und empfohlener CT-Protokolle, die aber jeweils an die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten vor Ort (Scanner- und nutzerspezifisch) angepasst werden müssen. Die Arbeitsgemeinschaft Bildgebende Verfahren des Bewegungsapparats der Deutschen Röntgengesellschaft hat darüber hinaus im Jahr 2017 Protokollempfehlungen und Indikationshilfen zur GKCT bei polytraumatisierten Patienten herausgegeben.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Computertomografie – Untersuchungsprotokolle in der Polytraumaversorgung

Aus der Zeitschrift Radiologie up2date 02/2019

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