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How I do it – HRCT des Thorax

Mit der Einführung der Spiraltechnik in die Computertomografie (CT) Ende der 1980er-Jahre wurde es möglich, die gesamte Lunge in einer Atemanhaltephase darzustellen. Aufgrund der gerätetechnischen Einschränkungen waren aber nur Schichtdicken von 8 – 10 mm möglich. Bei diesen Schichtdicken entstehen erhebliche Partialvolumeneffekte. Die „Röntgendichte“ von Strukturen, die deutlich kleiner als die Schichtdicke sind und von normalem Lungengewebe umgeben werden, wird im Voxel gemittelt und sinkt dadurch. Kleine Läsionen werden dadurch kontrastärmer und zunehmend unscharf dargestellt, in ungünstigen Fällen können sie vollständig verschwinden.

1982 stellten Todo et al. erstmals eine Untersuchungstechnik vor, die sie als „High Resolution CT (HRCT)“ bezeichneten. Dabei wurden einzelne Schichten mit einer Schichtdicke von 1,5 mm angefertigt. Die erste klinische Anwendung der HRCT wurde 1985 publiziert. Damals wurden je 2 Einzelschichten im Ober-, Mittel- und Unterfeld der Lunge erstellt. Diese sog. „sequenzielle“ HRCT-Technik war bis zur Einführung von 16-Schicht-CT-Geräten im Jahr 2002 die einzige Möglichkeit, dünne Schichten der Lunge anzufertigen.

Erst mit der neuen Gerätegeneration, die eine Untersuchung des gesamten Thorax in weniger als 10 Sekunden und damit in einer Atemanhaltephase erlaubt, bestanden die technischen Voraussetzungen, einen Volumendatensatz der gesamten Lunge zu akquirieren, aus dem kontinuierliche Schichten von ≤ 1,5 mm rekonstruiert werden konnten. Aktuell definiert das American College of Radiology ein HRCT als CT-Untersuchung mit einer Schichtdicke von 0,625 – 1,5 mm und einer Bildrekonstruktion mit kantenbetontem Algorithmus.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: HRCT des Thorax

Aus der Zeitschrift: Radiologie up2date 02/19

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