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Typische Probleme und Fehler im radiologischen Nachtdienst

Außerhalb der Regelarbeitszeit wird der Präsenzdienst in den meisten Krankenhäusern von Weiterbildungsassistenten geleistet. Sie sind gut beraten, einerseits die wichtigsten Krankheitsbilder zu kennen, die in dieser Übersichtsarbeit dargestellt werden, und andererseits die Fälle, die sie nicht lösen können, an ihren Hintergrund weiterzuleiten.

Einleitung

Radiologische Diagnostik muss heute in den meisten Krankenhäusern rund um die Uhr während 7 Tagen in der Woche verfügbar sein. Außerhalb der Regelarbeitszeit wird der Präsenzdienst meist von Weiterbildungsassistenten geleistet. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Einerseits ist diese Art der selbstständigen Befundung eine gute Trainingsmöglichkeit. Andererseits möchte niemand aus Unkenntnis Fehlbefunde liefern.

Der Facharzt steht im Hintergrund bereit. Heute kann er über einen VPN-Tunnel leicht von zu Hause aus Untersuchungen sehen und besprechen. Die Entscheidung über die Facharztgegensicht bleibt jedoch auch in der Verantwortung des Weiterbildungsassistenten im Vordergrunddienst.

In den letzten 15 Jahren sind viele Publikationen erschienen, die die Fehlerhäufigkeit dieser Art der Dienstorganisation untersucht haben. Meistens liegt die Quote diskrepanter Befunde zwischen 0,8 und etwa 2%. Einflussfaktoren sind:

  • die Dauer der Weiterbildung der Befunder (am Anfang der Weiterbildung oder im 5. Jahr)
  • der Zeitpunkt der Befundung (am Anfang oder am Ende einer Nacht)
  • das Organsystem, in dem befundet wird (Kopf oder Abdomen)
  • die Zusammensetzung der im Dienst untersuchten Patientengruppe

Es ist sicherlich beruhigend zu wissen, dass in den vorliegenden Studien die Varianz in der Fehlerquote beim Vergleich zwischen Weiterbildungsassistenten und Fachärzten nicht höher ist als die innerhalb der beiden Gruppen bei separater Betrachtung.

HINTERGRUNDWISSEN

  • Nachtdienst ist wichtig, weil man lernt, selbstständig zu entscheiden.
  • Es gibt 2 Gründe, warum es Ärger geben kann: Man ist unhöflich gewesen oder hat eine Untersuchung nicht gemacht.
  • Wichtig:
  • Was dem Patienten nicht schadet, sollte man nachts eher machen.
  • Professionell sein bedeutet höflich sein.
  • Immer das eigene Suchschema abarbeiten: Röntgenthorax z. B. von außen nach innen ansehen.
  • Lebensbedrohliche Diagnosen immer zuerst ausschließen.
  • Was man nicht lösen kann, rechtzeitig an den Hintergrund weiterleiten.
  • Immer erreichbar sein.

Im Folgenden werden die Krankheitsbilder dargestellt, die im Nachtdienst wichtig sind.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Typische Probleme und Fehler im radiologischen Nachtdienst

Aus der Zeitschrift: Radiologie up2date 1/2020

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