• Dyspnoe beim Kaninchen

     

Hilfe, ein Notfall! – Dyspnoemanagement beim Kaninchen

Dyspnoe ist ein Hinweis auf ein schwerwiegendes Problem, das umgehend abgeklärt und therapiert werden sollte. Je nach Zustand erfolgt parallel zu Anamnese, klinischer und weiterführender Untersuchung eine Notfallstabilisierung. Doch welche Maßnahmen sind sinnvoll und retten gegebenenfalls Leben?

Worauf gilt es bei der Anamnese zu achten?

In der Anamnese ist als erstes zu klären, warum der Patient vorgestellt wird und ob es sich um ein akutes oder chronisches Problem handelt. Weiterhin werden Dauer, Verlauf, ggf. Vorbehandlung oder bereits durchgeführte Diagnostik und bekannte Vorerkrankungen erfragt. Auch Haltung, Fütterung, Erkrankungen von Partnertieren, Verhaltensveränderungen und klinische Auffälligkeiten wie Niesen, Nasenausfluss, Gewichtsverlust oder Verletzungen werden erfragt.

Erst stabilisieren, dann diagnostizieren!

Adspektion in der Transportbox

Kleinsäuger sind sehr stressanfällig und können leicht kollabieren. Die erste Adspektion eines Patienten mit Dyspnoe findet daher noch in der Transportbox statt. Hierbei gilt es zu ermitteln, ob es sich wirklich um Dyspnoe handelt oder nur um Tachy- oder Polypnoe und ob Notfallmaßnahmen erforderlich sind.

Bei der Adspektion wird Folgendes beurteilt:

  • Haltung
  • Stellung
  • Maulatmung (ja/nein)
  • Schleimhautfarbe (Zyanose: ja/nein)
  • Atemfrequenz und -typ

 

ANATOMIE UND PHYSIOLOGIE VON ATMUNGSTRAKT UND THORAX

Kaninchen sind aufgrund der engen anatomischen Beziehung des Larynx zum Nasopharynx und der über dem kaudalen Rand des weichen Gaumens liegenden länglichen Epiglottis obligatorische Nasenatmer. Die Atembewegung wird hauptsächlich durch die Kontraktion des Zwerchfells herbeigeführt.

Die Tiere haben 3 linke (kranial, mittel, kaudal) und 4 rechte Lungenlappen (kranial, mittel, kaudal, akzessorisch). Die linke Lunge ist ⅓ kleiner als die rechte. Kaninchen besitzen eine dünne Pleura und eine wenig lobulierte Lunge, sodass bei Pneumonien häufig ganze Lungenlappen verändert sind. Die Atemfrequenz beträgt in Ruhe 30 – 60 Atemzüge/Minute.

Das Herz liegt zwischen dem 3. und 6. Interkostalraum. Die rechte Atrioventrikularklappe besitzt nur 2 Klappensegel, weshalb die Bezeichnung „Trikuspidalklappe“ nicht gänzlich korrekt ist. Die Herzfrequenz beträgt in Ruhe 180 – 250 Schläge/Minute.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Hilfe, ein Notfall! – Dyspnoemanagement beim Kaninchen

Aus der Zeitschrift kleintier konkret S 02/2019

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