• Katzennahrung

     

Gesunde Katzenernährung - Teil I

Eine an die Bedürfnisse angepasste Ernährung von Katzen ist die Basis für Gesundheit und das Gesundwerden. In den letzten 10 Jahren hat sich das Selbstzubereiten von Hundefutter stärker verbreitet, während die Katzenbesitzer bis jetzt meist auf kommerzielle Futtermittel zurückgegriffen haben. Aber die Zahl derer, die auch für ihre Katze das Futter selbst zusammenstellen, steigt an. Der Beitrag gesunde Katzenernährung beleuchtet im 1. Teil die Grundlagen der Ernährung, im 2. Teil steht die praktische Katzenfütterung im Vordergrund. Dabei werden die Futtermittel auch nach TCM-Kriterien beleuchtet, und es werden ausgewogene Beispielrationen vorgestellt.

Katzen haben in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland den Hunden den Rang als beliebtestes Haustier abgelaufen. Im Jahr 2011 stehen 8,2 Millionen Katzen 5,4 Millionen Hunden gegenüber (Zentralverband Heimtierbedarf). Die zunehmende Anzahl von Single-Haushalten und der Wunsch, ein Haustier problemlos in der Wohnung zu halten, haben sicherlich diese Entwicklung gefördert. Für die Katze bedeutet dies meist eine bewegungsarme Haltung sowie eine Fütterung mit handelsüblichen Fertigfuttermitteln. Die hohe Schmackhaftigkeit der Produkte, die häufig zu hohen Fütterungsempfehlungen der Hersteller sowie die emotionale Komponente des Fütterns tragen zu einer Überversorgung und somit zu Adipositas und deren assoziierten Erkrankungen bei.

Der Stoffwechsel der Katze

Katzen haben einige Besonderheiten im Stoffwechsel, durch die besonders der Bedarf an tierischem Eiweiß begründet ist. Die Katze unterscheidet sich in ihren Ernährungsansprüchen deutlich von denen eines Hundes. Für die adulte Katze werden Nährstoffwerte vom National Research Council empfohlen, die auch die Basis für die Berechnung der Rationen darstellen.

Energiestoffwechsel

Der Energiestoffwechsel basiert auf der Glukoneogenese aus Aminosäuren. Die Katze benötigt viel und hochwertiges Eiweiß wegen des intensiven Aminosäurekatabolismus, wobei ein Proteinmangel nicht kompensiert werden kann. Katzenwelpen nehmen etwa 20 % der Energie mit der Laktose auf, mäusefressende Katzen nur noch 1–2 % Kohlenhydrate über die Beutetiere. Kommerzielle Trockenfutter enthalten dagegen 40–50 % Kohlenhydrate. Katzen benötigen keine Kohlenhydrate als Glukosequelle, da bei ausreichender Proteinzufuhr über die Glukoneogenese der Energiebedarf vollständig gedeckt wird.

Proteinstoffwechsel

Arginin und Taurin sind für die Katze essenzielle Aminosäuren. Die Katze kann die β-Aminosulfonsäure Taurin nicht – wie andere Tierarten – aus den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin bilden, weil das dafür notwendige Enzym Cystein-Sulfinsäure-Decarboxylase nur eine niedrige Aktivität hat. Methionin und Cystein/Cystin werden für die Synthese des Felinins, einer Schwefelaminosäure des Harns, gebraucht. Felinin gibt dem Katzenharn den typischen, penetranten Geruch. Die Katze hat daher einen relativ hohen Bedarf an Methionin und Cystin.

Taurinmangel führt zu Störungen der Funktion der Netzhaut, zur dilatativen Kardiomyopathie, zu Reproduktionsstörungen bei Kätzinnen, Wachstumsdepressionen, zentralnervösen Störungen und Deformation der Wirbelsäule bei Katzenwelpen sowie zu Störungen des Immunsystems. Der Bedarf an Taurin liegt bei 50 mg/kg KG täglich, die empfohlene Taurinmenge im Katzenfutter bei 100–200 mg/100 g Trockensubstanz (TS). In sind die unterschiedlichen Tauringehalte von Futtermitteln dargestellt. Es wird deutlich, dass nur frische Muscheln an den Tauringehalt einer Maus heranreichen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Gesunde Katzenernährung (Teil I)

Aus der Zeitschrift: Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin 04/2013

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