• Perikarderguss

     

Herzbeuteltamponade beim Hund – diagnostisches Vorgehen und Therapie

Die meisten Patienten mit einem Perikarderguss können durch eine gründliche klinische Untersuchung erkannt werden. Die Befunde umfassen gedämpfte Herztöne, paradoxen Puls und gestaute Jugularvenen mit und ohne Aszites. Eine ätiologische Diagnose ist anhand der Ergussanalyse nur selten möglich und die Prognose variiert deutlich je nach Ursache des Ergusses.

Der Patient

Signalement

Am häufigsten betroffen sind ältere Hunde größerer Rassen. Es wird ein mittleres Alter von 9,7 ± 2,2 Jahre bei einem mittleren Gewicht von 31,2 ± 12,6 kg beschrieben. Dabei ist keine Geschlechtsprädisposition erkennbar. Golden Retriever sind überrepräsentiert, gefolgt von Deutschen Schäferhunden. Mit etwas Abstand folgen Bernhardiner, Neufundländer, Labrador Retriever und Mischlinge.

Vorstellungsgrund

Die Anamnese unterscheidet sich deutlich je nachdem, ob es sich um einen akuten oder chronischen Erguss handelt.

Bei einem chronischen Perikarderguss steht klinisch eine kongestive Rechtsherzinsuffizienz im Vordergrund, die für die Besitzer insbesondere durch ein umfangsvermehrtes Abdomen, Lethargie, Belastungsintoleranz, Kurzatmigkeit und reduzierten Appetit auffällig wird.

Bei einem akuten Perikarderguss überwiegen Symptome eines verringerten Auswurfs, die sich insbesondere nach körperlicher Belastung in Schwäche und Kollaps äußern. Weitere mögliche Krankheitszeichen sind Polydipsie, Erbrechen und Husten.

Klinisches Bild

Die Kardinalsymptome können historisch als Beck-Trias zusammengefasst werden:

  • gestaute Jugularvenen
  • schwacher Femoralispuls
  • gedämpfte Herztöne
Die Erklärung für die Befunde liegt in der intrakardialen Druckverteilung.

Gestaute Jugularvenen

Da physiologisch im rechten Atrium und rechten Ventrikel im Vergleich zur linken Herzseite der geringere Druck herrscht, wird bei Erreichen dieses Druckes die Füllung insbesondere der rechten Herzseite behindert. Die klinische Konsequenz ist ein erhöhter rechtsatrialer Füllungsdruck, der sich in einer venösen Stauung, erkennbar an erweiterten Jugularvenen und bei längerem Bestehen an einem Aszites, manifestiert. Für die Untersuchung der Jugularvenen kann Scheren oder zumindest das Befeuchten und Scheiteln des Felles erforderlich sein.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Herzbeuteltamponade beim Hund – diagnostisches Vorgehen und Therapie

Aus der Zeitschrift kleintier.konkret 4/2014

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Quelle

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