Hyperphosphatämie beim Hund

Definition

  • erhöhte Phosphatkonzentration im Blut/Serum
  • Referenzbereich für Serum-P-Werte: 0,9–1,9 mmol/l ( 3–6 mg/dl)
  • Junge Hunde großer Rassen haben in der Wachstumsphase höhere Werte (1,3–2,9 mmol/l)

Ätiologie/ Pathogenese

  • Zusammenhang mit der Grundkrankheit
    • abnormale Kalziumspiegel
    • Ketoazidose
    • prä- oder postrenale Azotämie
  1. erniedrigte glomeruläre Filtrationsrate (GFR)
    • chronische und akute Niereninsuffizienz
  2. Vermehrte intestinale Absorption wegen hoher Vitamin-D- oder hoher P-Gaben
    • Vitamin-D-Intoxikation (Rodentizide, Vitamin-D-haltige Salben)
    • übermäßige Phosphatzufuhr über die Nahrung
  3. Erhöhte P-Rückresorption aus dem Urin eines Uroabdomens bewirkt Hyperphosphatämie
    • bei Hypoparathyreoidismus wird in den Nieren wegen des Fehlens von PTH mehr P rückresorbiert
  4. Verschiebung vom Intrazellulär- in den Extrazellulärraum bei massiven Zellzerstörungen
    • akutes Tumorlysesyndrom
    • Rhabdomyolyse
    • Traumata
  5. Massiver Knochenabbau
    • ausgedehnte osteolytische Knochenläsionen (Neoplasien)
  6. Medikamente
    • Phosphatklistier
    • Infusion mit Kaliumphosphat
    • anabole Steroide
    • Furosemid
    • Hydrochlorothiazid
    • Minozyklin
  7. physiologisch: junge Tiere im Wachstum

Symptome

  • das klinische Bild steht immer im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung
  • Hyperphosphatämie per se verursacht keine Symptome
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