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Immunsuppressive Therapie bei Hunden und Katzen

Tierärzte werden regelmäßig mit der Diagnose und Therapie immunvermittelter Erkrankungen konfrontiert. Zu den häufigeren Erkrankungen gehören die immunvermittelte hämolytische Anämie, die immunvermittelte Thrombozytopenie und Polyarthritis. Der Artikel gibt einen Überblick über die Wirkmechanismen einzelner immunmodulierender Substanzen sowie deren in der aktuellen Literatur beschriebenen Einsatz bei ausgewählten Erkrankungen.

Die Behandlung von Patienten mit immunvermittelten Erkrankungen hat in der Kleintierpraxis einen großen Anteil. Häufig kommen immunsuppressive Medikamente zum Einsatz, die nicht veterinärmedizinisch zugelassen sind und erhebliche Nebenwirkungen bergen. Insbesondere bei Autoimmunerkrankungen,
wie der immunvermittelten hämolytischen Anämie (IMHA), die eine langfristige und potente Therapie erfordern, ist bei den „klassischen“, breit aufgestellten Immunsuppressiva (z. B. Glukokortikoide)
mit einem großen Nebenwirkungspotenzial zu rechnen. Aus diesem Grund ist das Verständnis der zugrundeliegenden Ätiologien immunvermittelter Erkrankungen und einer gezielteren medikamentösen Beeinflussung des Immunsystems bzw. einer direkten Wirkung auf spezielle Entzündungszellpopulationen
erstrebenswert. Dieser Artikel beschäftigt sich zunächst mit einzelnen Immunsuppressiva sowie deren Wirkungspotenzial und Nebenwirkungsspektrum. Im zweiten Abschnitt wird der Einsatz der einzelnen
Wirkstoffe bei verschiedenen Krankheitsbildern diskutiert. Ätiologie immunvermittelter Erkrankungen

Die Forschung hat in den letzten Jahren zum besseren Verständnis des angeborenen sowie erworbenen Immunsystems und dessen Beeinflussung durch die bekannten Medikamente sowie zu Therapieansätzen
zur Hemmung neu entdeckter intrazellulärer Wege geführt. Im Fokus stehen hier das Zusammenspiel aus der angeborenen und erworbenen Immunantwort sowie die Rolle der regulatorischen T-Zellen in der Kontrolle des Immunsystems. Der Prozess der Autoimmunität ist multifaktoriell. Neben einer
gegebenenfalls reduzierten Funktion der regulatorischen T-Zellen bedingt eine unangemessene Präsentation von Autoantigen durch antigenpräsentierende Zellen eine fehlgeleitete Immunantwort,
woraus eine übersteigerte Aktivierung von Th1- oder Th2-Zellen resultiert. So bestimmt das angeborene Immunsystem die Antwort des erworbenen Immunsystems. Diese immunologischen
Ereignisse entstehen nicht zufällig, sondern durch eine Prädisposition bzw. einen genetischen Hintergrund im Zusammenspiel mit einem Faktor, der die Immunantwort „triggert“, ein sogenannter Triggerfaktor. Infektionserreger vektorübertragener Erkrankungen (z. B. Leishmanien, Babesien, Anaplasmen und Ehrlichien) können diese Autoimmunität auslösen. Des Weiteren gelten z. B. Medikamente als Triggerfaktoren, auch für Vakzinen wurde dies postuliert. Einen Überblick über diese Zusammenhänge geben Whitley und Day.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Immunsuppressive Therapie bei Hunden und Katzen.  

Aus der Zeitschritf Tierärztliche Praxis K 2/2018     

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