•  Inkontinenz beim Hund chiropraktisch behandeln – 3 Fallberichte - Tiermedizin - Georg Thieme Verlag

     

Inkontinenz beim Hund chiropraktisch behandeln – 3 Fallberichte

Der Leidensdruck bei Harninkontinenz ist auf beiden Seiten hoch – sowohl natürlich auf der Seite des Tieres als auch auf der des Besitzers. Die Behandlung ist nicht immer einfach, doch es gibt Möglichkeiten, zumindest Linderung zu verschaffen. Dafür sollte man die Hintergründe kennen und verstehen und wissen, wie und wo man ganzheitlich manualtherapeutisch ansetzen kann. Bei inkontinenten Patienten ist außerdem die richtige Kommunikation mit dem Patientenbesitzer von großer Bedeutung.

Ein in der Praxis vorgestellter Hund mit Inkontinenz sollte immer zunächst schulmedizinisch abgeklärt werden. Das absolute Minimum dabei sollten eine Allgemeinuntersuchung sowie die Untersuchung des Urins sein. Ergeben sich sowohl bei der klinischen Untersuchung als auch bei der Harnsediment- und Harnstick-Untersuchung keine Hinweise auf eine Blasenerkrankung, kann eine andere Ursache (Kasten: Ursachen) vorliegen.

 

Ursachen

  • Blasenentzündung

  • Blasensteine

  • neurologische Grunderkrankungen

  • angeborene Missbildungen

  • tumoröse Zubildungen

  • kastrationsbedingte Inkontinenz bei der Hündin

Parallel zu einer schulmedizinischen Versorgung kann es sinnvoll sein, das Problem chiropraktisch anzugehen, da auch die Blasenfunktion des Körpers neuronaler Kontrolle unterliegt. Letztlich geht es immer um die Gesundheit des Patienten und dessen Lebensqualität. Dieses Ziel kann gerade bei Inkontinenz oftmals vollständig nur in einer Kombination aus Schulmedizin mit alternativen Methoden erreicht werden. Eine sehr gute Aufklärung des Besitzers ist vonnöten, wie auch in vielen anderen Bereichen.

Physiologische Grundlagen – Pipi machen ist kein Zufall!

Physiologisch ist das Absetzen von Harn ein hochkomplexer Vorgang. Die physiologischen Grundlagen sollen hier in aller Kürze dargestellt werden. Der in der Niere produzierte Harn erreicht durch die Harnleiter die Blase, die sich vereinfacht in 3 Schichten aufbaut: Außen ist sie von Bauchfell bzw. Bindegewebe umgeben, darauf folgt der 3-schichtige Muskelmantel, der sich in mehrere Schichten mit unterschiedlichem Verlauf gliedert. Im Bereich des Blasenhalses sind bogenförmige Muskelschleifen für den Verschluss der Harnblase wichtig. Die den Innenraum auskleidende Schleimhaut besitzt eine ausgeprägte Submukosa und ein mehrschichtiges Übergangsepithel, um der Ausdehnung des Organs im gefüllten Zustand Rechnung zu tragen.

Damit der Urin in der Blase verbleiben und gespeichert werden kann, muss sich der M. detrusor entspannen, während sich der Sphinkter der Blase in Kontraktion befindet. Bewusster Urinabsatz ist nur dann möglich, wenn das feine Zusammenspiel der unterschiedlichen Strukturen funktioniert. Dies unterliegt neuronaler Kontrolle. Die Blase wird sowohl durch autonome als auch durch somatische Nerven innerviert.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Inkontinenz beim Hund chiropraktisch behandeln – 3 Fallberichte

Aus der Zeitschrift: Hands on - Manuelle und Physikalische Therapien in der Tiermedizin 02/2019

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