• Dirofilaria-immitis-Larve

     

Reiseprophylaxe – Was tun gegen Herz- und Hautwurm?

Tierfreunde möchten den Urlaub am liebsten gemeinsam mit ihrem Tier verbringen. Vor allem Hundehalter nehmen ihre vierbeinigen Begleiter oft mit auf Reisen. Die schönste Zeit des Jahres sollte jedoch nicht durch unliebsame Parasiten und ihre Folgen beeinträchtigt werden.

Wie auch hierzulande sind Zecken und Mücken in südeuropäischen Urlaubsgebieten weit verbreitet. Im Unterschied zu einheimischen Vertretern können die blutsaugenden Parasiten dort allerdings einige Erreger übertragen, die in Deutschland vergleichsweise selten oder gar nicht vorkommen. Zu diesen sog. CVBDs (engl. Canine Vector-Borne Diseases) gehören z. B. die Babesiose oder die Ehrlichiose, die durch einen Stich der Braunen Hundezecke übertragen werden können. Die Babesiose in unseren Breitengraden wird hingegen durch die Auwaldzecke übertragen.


Stechmücken übertragen Würmer

In Mittelmeerländern verbreitete Stechmücken-Arten (lat. Culicidae) sind potentielle Überträger verschiedener Filarien-Arten, für die sie als Zwischenwirte fungieren. Durch den Stich der Insekten können infektiöse Larven des Hundehautwurms (lat. Dirofilaria [D.] repens) und des Herzwurmes (lat. D. immitis) auf den Hund übertragen werden. Im Endwirt Hund entwickeln sich diese Larvenstadien über mehrere Monate schließlich zu adulten Parasiten, die sich je nach Art in den herznahen Gefäßen und im Vorhof des Herzens (D. immitis) oder aber dem Unterhautgewebe (D. repens) festsetzen. Unterschieden wird daher zwischen einer kardiovaskulären und einer kutanen Dirofilariose.

Infektionen mit Herz- bzw. Hautwürmern können in fast allen mediterranen Ländern beobachtet werden. In Spanien und Italien können jährlich bis zu 10 Generationen des Herzwurms in Moskitos heranreifen. Aber auch in osteuropäischen Ländern ist ein Befall keine Seltenheit. In manchen Regionen Nord-Griechenlands leidet fast jeder 5. Hund unter einem Befall mit Herzwürmern. Auch in Albanien, Bosnien, Serbien, Rumänien und Bulgarien sind Dirofilarien häufiger als bislang angenommen.


Reiseprophylaxe! Aber wie?

Um das Risiko gesundheitlicher Folgeschäden durch CVBDs zu minimieren, sind vorbeugende Maßnahmen stets der Therapie einer manifesten Erkrankung vorzuziehen. Eine konsequent geplante und durchgeführte Vektorprophylaxe trägt darüber hinaus dazu bei, eine Verschleppung von CVBD-Erregern in nicht-endemische Gebiete zu verhindern. Präventiv versorgte Hunde helfen zudem, den Infektionsdruck in der endemischen Urlaubsregion zu senken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Prophylaxe:

  • Immunprophylaxe: Beschreibt die Immunisierung (Impfung) gegen bestimmte Erreger bzw. Erkrankungen.
  • Vektor-Prophylaxe: Beschreibt die Abwehr (und das Abtöten) der Parasiten (Vektoren), welche Erreger bzw. Krankheiten übertragen.
  • Chemo-Prophylaxe: Umfasst die Bekämpfung bereits übertragener Krankheitserreger, indem bspw. die weitere Entwicklung verhindert wird (z.B. Herzwurmprophylaxe).

Wie eine geeignete Prophylaxe im konkreten Fall genau aussehen sollte, ist nach entsprechender Gefährdungslage, je nach Parasit und relevanter Erkrankung zu entscheiden. Es können hierbei auch mehrere prophylaktische Ansätze gemeinsam angestrebt werden.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Reiseprophylaxe – Was tun gegen Herz- und Hautwurm?

Aus der Zeitschrift team.konkret 02/2014

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