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Die Schilddrüse der alten Katze – Was gibt es Neues in derDiagnostik?

Die Zeit der Bremer Stadtmusikanten ist vorbei, man trennt sich heutzutage nicht mehr von Hund und Katze, nur, weil sie nutzlos geworden sind. So können Katzen bei uns alt werden. Mit zunehmendem Alter wechseln bisher subklinische Erkrankungen der Organsysteme zum klinisch erkennbaren Stadium. Zu den typischen Problemen der alten Katze gehört neben renalen und kardialen Erkrankungen und dem Diabetes mellitus auch die Hyperthyreose.

Pathogenese

Pathohistologisch sind gutartige Neoplasien (Adenom) und adenomatöse Hyperplasien sowie bei ca. 2 %der Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion ein Karzinom zu finden [[8]]. Bei der felinen Hyperthyreose ist aber bis jetzt keine ursächliche Noxebeschrieben.

Häufig werden die veränderten Lebensumstände der Katze diskutiert v. a. die Fütterung mitkommerziellem Futter in Verbindung mit erhöhter Jodaufnahme, aber auch die Aufnahme von PCBs(polychlorierten Biphenylen).

Häufigkeit

Die Auswertung der bei Laboklin gemessenen T4-Konzentrationen eines 1/2Jahres zeigen, dass der Prozentsatz älter

Symptomatik und Veränderung der Laborwerte

T4 und T3

90 % der sezernierten Schilddrüsenhormone ist T4. T4 ist primär eine proteingebundene zirkulierende Reserve der Schilddrüsenhormone im Blut. In Leber, Nieren, Herz und Hypothalamus wird T4 zu T3 deiodiniert und so in die aktive Form transformiert.

Physiologisch erhöhen die Schilddrüsenhormone den Grundumsatz. Dies zeigt sich in:

  • erhöhtem Sauerstoffverbrauch
  • erhöhtem Substratumsatz
  • gesteigerter Energiegewinnung
  • erhöhter Thermogenese

 

Stoffwechselwirkung

T3 aktiviert im Fettstoffwechsel die Lipolyse, den Auf- und Abbau von Cholesterin und beschleunigt die Freisetzung von Glycerin und freien Fettsäuren. Im Kohlenhydratstoffwechsel stimuliert T3 die hepatische Glukoneogenese, den Glykogenabbau und fördert intestinal die Glukoseresorption. Gleichzeitig hemmt T3 die Speicherung von Kohlenhydraten. Katzen sind aufgrund ihrer Nahrungszusammensetzung mit einem geringen Kohlenhydratanteil enzymatisch auf einen ausgeprägten Proteinumsatz ausgelegt, hierspielen die Schilddrüsenhormone im Kohlenhydratstoffwechsel eine entscheidende Rolle.

Bei steigenden Hormonkonzentrationen zeigen viele Katzen Polyphagie. Eine Hypermoltilität des Darms – T3 stimuliert die Darmmotilität durch Aktivierung der glatten Muskulatur – zeigt sich in frequenterem Kotabsatz mit breiiger Konsistenz. Zusammen mit der Wirkung auf den Glukose- und Fettstoffwechsel ist ein Abmagern trotzgesteigerter Futteraufnahme die Folge. Es kommt aber nicht nur zum Abbau der Fettdepots. Bei der Hyperthyreose ist die Schilddrüsenhormonwirkung im Protein- und Muskelstoffwechsel über die gesteigerte Gluconeogenese aus glukoplastischen Aminosäuren katabol, es kommt zur Reduktion der Muskelmasse, die Tiere wirken mager. Aufgrund der glukoplastischen Wirkung bleibt die Glukosekonzentration trotzerhöhten Bedarfs im Normbereich. Durch den erhöhten Proteinumsatz sinken auch die Fruktosamin-  und Albuminkonzentrationen ab. Eine Beurteilung des Langzeitblutzuckerspiegels ist bei diesen Patienten somit nicht möglich.

 

Lesen Sie den Gesamten Beitrag hier: Die Schilddrüse der alten Katze – Was gibt es Neues in der Diagnostik?

aus der Zeitschrift: Kleintier konkret 01/2017

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Quelle

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