• Lokalanästhesie

     

Sedierung und Lokalanästhesie bei Eingriffen am Kopf des Pferdes

Zahlreiche Eingriffe am Kopf lassen sich am stehenden Pferd durchführen, wenn eine Sedierung in Kombination mit einer Lokalanästhesie genutzt wird. Auf diese Weise kann man die Risiken einer Allgemeinanästhesie umgehen. Die Autorin stellt praxistaugliche Sedierungen für Eingriffe am stehenden Pferd sowie die gängigsten Lokalanästhesien für Eingriffe an den Zähnen und den Augen vor.

Die Allgemeinanästhesie beim Pferd ist im Vergleich zum Kleintier mit einer deutlich höheren Morbidität und Mortalität verbunden (0,5 – 1%). Lässt sich ein Eingriff mit Sedierung in Kombination mit einer Lokalanästhesie am stehenden Pferd durchführen, verhindert man dadurch die Nachteile und die Verletzungsgefahr, die mit der Seiten- oder Rückenlage des Pferdes bei einer Allgemeinanästhesie sowie der Aufwachphase verbunden sind. Auch bei schmerzhaften Eingriffen in der Allgemeinanästhesie kann die zusätzliche Anwendung von lokalen Anästhesietechniken helfen, die Dosis der systemisch verabreichten Anästhetika und damit die Nebenwirkungen zu vermindern.

Die Art der Analgesie bei der Lokalanästhesie ist einmalig: die Schmerzweiterleitung zum Zentralnervensystem wird unterbrochen und das Signal gelangt im Idealfall nicht in das Rückenmark. Lokalanästhetika können die Allgemeinanästhesie sehr gut analgetisch ergänzen bzw. generell als ausgezeichnete Analgetika bei schmerzhaften Eingriffen verwendet werden.

Die lokale analgetische Versorgung kann auf verschiedene Arten mit unterschiedlicher Wirksamkeit durchgeführt werden:

  • topische oder infiltrative Applikation
  • Leitungsanästhesie = gezielte Injektion neben einem oder mehreren Nerven, z. B. die Leitungsanästhesie am Kopf
  • zentrale Applikation = Injektion in den Epidural- oder Spinalraum, z. B. die kaudale Epiduralanästhesie.

Neben den klassischen Lokalanästhetika wie Procain, Lidocain, Mepivacain oder Bupivacain, die zum Teil für das Pferd umgewidmet werden müssen, besitzen auch andere Medikamente wie α2-Agonisten, Opioide und Ketamin analgetische Eigenschaften, die nicht nur systemisch, sondern auch lokal angewendet werden können. Pferde zählen zu den lebensmittelliefernden Tieren und bei der Verwendung von Medikamenten müssen die entsprechenden rechtlichen Grundlagen eingehalten werden (z. B. der Eintrag in den Equidenpass). Eine Übersicht zur Anwendung der Lokalanästhetika findet sich in.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Sedierung und Lokalanästhesie bei Eingriffen am Kopf des Pferdes

Aus der Zeitschrift pferde spiegel 02/2017

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Quelle

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