• In Deutschland leben heute, verursacht durch die Fahrlässigkeit einiger Katzenhalter, bereits etwa zwei Millionen Streunerkatzen. Bild: (c) VIER PFOTEN, Daniela Klemencic

     

Streunerkatzen im Pferdestall

Auf vielen Reiterhöfen lebt neben dem Pferd auch eine Streunerkatze im Stall. Stall-Katzen sind häufig scheu und leben unabhängig vom Menschen. Sie ernähren sich selbst durch Jagen von Kleintieren und brauchen im Gegensatz zur Hauskatze im Sommer nicht gefüttert werden. Anders sieht es jedoch im Winter aus: Wenn das Angebot an Ratten und Mäusen schrumpft und das Thermometer Minusgrade zeigt, wird das Leben im Stall für die freilebende Katze zur Lebensgefahr. VIER PFOTEN rät deshalb, für Stall-Katzen im Winter Futter und Wasser bereit zu stellen und für trockene Liegeplätze zu sorgen. 

„Mit Styropor, isolierten Decken und Stroh kann man freilaufenden Katzen ein gemütliches Winterquartier im Stall einrichten. Regelmäßiges Füttern und frisches Wasser helfen den Vierbeinern ohne Hungersnot über den Winter zu kommen“, erklärt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Wem das Wohl der Katzen am Herzen liegt, der sollte darüber hinaus seine Stall- und Hof-Katzen, genau wie Hauskatzen mit Freigang, dringend kastrieren lassen. Nicht kastrierte Katzen können zwei bis drei mal im Jahr zwischen drei und sechs Junge werfen. Nach einem Jahr können es somit bereits zwölf, nach zwei Jahren über sechzig Katzen sein!“, berechnet Dr. Stephany. 

In Deutschland leben heute, verursacht durch die Fahrlässigkeit einiger Katzenhalter, bereits etwa zwei Millionen Streunerkatzen. Geschwächt von Krankheiten, Hunger und Kälte führen sie auf Müllhalden, in Industriegebieten oder in der Nähe von Bauernhöfen ein armseliges Leben. Deshalb appelliert VIER PFOTEN an alle Gehöfte, sich durch Kastration und Fütterung nachhaltig um die Tiere zu kümmern. „Kastrierte Katzen ‚verschwenden‘ übrigens auch keine Energie für Fortpflanzung und Jungenaufzucht und verwickeln sich seltener in Revierkämpfe. Ihr Immunsystem ist stärker, die Katzen sind allgemein gesünder und seltener verletzt. Die gesparte Energie können sie stattdessen ins Jagen von Nagetieren stecken“, berichtet Dr. Stephany. 

Quelle: VIER PFOTEN

 

Buchtipps

Verhaltensmedizin bei der Katze
Sabine Schroll, Joel DehasseVerhaltensmedizin bei der Katze

Leitsymptome, Diagnostik, Therapie und Prävention

EUR [D] 59,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.