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Modernes Wundmanagement – Umdenken beim Umgang mit bakteriellen Infektionen

Wunden kommen im tierärztlichen Praxisalltag häufig vor. Dieser Artikel soll einen Überblick über den richtigen Umgang mit offenen infizierten Wunden geben und zeigen, dass der Einsatz von Antibiotika nicht immer indiziert ist.

Die richtige Vorgehensweise bei der Wundversorgung ist hinsichtlich der unterschiedlichen Erscheinungsmuster nicht immer einfach. Häufig sind Wundinfektionen die Ursache für nicht heilende Wunden. Ein gezieltes und phasengerechtes Wundmanagement, vor allem beim Nachweis von multiresistenten Keimen, ist hier besonders wichtig. Viele Patienten erhalten wochenlang eine falsche Antibiose, ohne dass sich klinisch eine Besserung zeigt. Tierärzte müssen sich bemühen den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren und auf Antibiotikaalternativen zurückzugreifen.

Die Wundheilung ist ein dynamischer Prozess, der durch verschiedene Faktoren verzögert werden kann. Der Prozess der Wundheilung wird in 3 Phasen unterteilt, die zeitlich ineinander übergehen. Für einen durchdachten Ansatz der Wundversorgung ist es wichtig, die Prozesse der Wundheilung zu verstehen.

Die inflammatorische Phase stellt eine äußerst wichtige Phase der Wundheilung dar. Sie bildet die Grundlage für die weitere Wundheilung und ist sehr anfällig für Infektionen. Ob es zu einer Wundinfektion kommt, hängt davon ab, welche therapeutischen Maßnahmen in dieser Phase durchgeführt werden. Ziel sollte es sein, die Wunde so schnell wie möglich von der inflammatorischen in die proliferative Phase zu überführen, da Granulationsgewebe eine deutlich höhere Resistenz gegenüber Infektionen aufweist.

Ob eine Wunde primär verschlossen werden kann oder sekundär heilen muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Lage und Grad der Kontamination
  • Zeitraum von der Verletzung bis zur Behandlung
  • prädisponierende Faktoren des Patienten: höheres Alter, Ernährungszustand, Allgemeinerkrankungen (maligne Tumore, Infektionskrankheiten, Allergien, Anämie, Eiweißmangel, Diabetes mellitus), herabgesetzte Immunitätslage (FeLV, FIV), Vitaminmangel, Medikamentengabe (Kortison, Zytostatika, Antibiotika)

Eine primäre Wundheilung ist nur in gut durchbluteten, nicht verunreinigten bzw. infizierten Wunden möglich, wo die Wundränder glatt, spannungsfrei und nicht zu weit auseinanderliegen. Dies ist zum Beispiel bei einem chirurgischen Schnitt der Fall. Die sekundäre Wundheilung ist bei anhaltend infizierten, schlecht durchbluteten Wunden mit großflächigem Gewebeverlust und Persistenz von nekrotischem Gewebe zu beobachten. Zu diesen gehören beispielsweise Verbrennungen und Bissverletzungen, deren Reparationsvorgänge deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Modernes Wundmanagement – Umdenken beim Umgang mit bakteriellen Infektionen

Aus der Zeitschrift: kleintier konkret 05/2018

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