• Zahnimplantat

     

Differenzialdiagnostische Erwägungen zur Periimplantitis

Mehr als 1 Million dentale Implantate werden jährlich in Deutschland gesetzt. Die Indikationen reichen dabei vom Einzelzahnersatz über die Versorgung von Lückengebissen oder Freiendsituationen bis hin zur Rehabilitation komplett unbezahnter Kiefer. Die Verlustraten sind an sich gering, als Hauptursache bei Implantatverlust nach längerer Belastungsdauer gilt die Periimplantitis. Allerdings sind auch andere periimplantäre Erkrankungen möglich, die der Zahnmediziner kennen sollte. Der Beitrag soll helfen, die selteneren Pathologien einschätzen zu können.

Periimplantitis

Zum großen Teil bestehen die Implantate aus Titan oder Titanlegierungen, aufgrund der hohen Biokompatibilität, Korrosionsbeständigkeit und mechanischen Eigenschaften des Materials. Seltener kommen zurzeit Keramikimplantate zum Einsatz.

Die primäre Verlustrate, d. h. ein Implantatverlust innerhalb der ersten Monate nach der Implantation, beträgt 1 – 2%. Mögliche Ursachen können z. B. eine fehlgeschlagene Osseointegration, eine periimplantäre Mukositis, eine Periimplantitis, ein aseptischer Knochenverlust oder eine Implantatlockerung sein. Die sekundäre Verlustrate, also ein Implantatverlust nach zunächst suffizienter Osseointegration und mehr als 10-jähriger Belastungsdauer, liegt bei 5%. Die Periimplantitis ist dabei die Hauptursache und folglich eine der folgenschwersten Komplikationen.

 

MERKE

Die primäre und sekundäre Verlustrate dentaler Implantate ist mit 1 – 2% bzw. 5% insgesamt klein.

Die Periimplantitis beschreibt ein periimplantäres Entzündungsgeschehen, das auf den periimplantären Knochen übergangen ist. Hierdurch ist sie von der periimplantären Mukositis, die sich vorwiegend im Bereich des suprakrestalen Weichgewebes manifestiert, zu unterscheiden.

Als Risikofaktoren, welche die Ausbildung der Periimplantitis unterstützen, gelten:

  • parodontale Vorerkrankungen
  • regelmäßiger Nikotinkonsum
  • Diabetes mellitus
  • Zementreste am Implantat
  • mangelnde keratinisierte Gingiva
  • knöcherne Restdefekte nach bukkaler Augmentation

Klinisch zeigen sich eine Blutung auf Sondierung und erhöhte Taschentiefen. Die Untersuchung kann mit konventionellen Parodontalsonden bei Applikation eines moderaten Druckes von bis zu 0,25 N erfolgen. Radiologisch sollte ein Knochenabbau ersichtlich sein.

 

Lesen sie den gesamten Beitrag hier: Differenzialdiagnostische Erwägungen zur Periimplantitis

Aus der Zeitschrift: Zahnmedizin up2date 01/2020

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