• Die Digitalisierung ist ein Trend, der zunehmend auch den Bereich der Kieferorthopädie erobert. Die raschen Entwicklungen auf dem Gebiet der technischen Herstellungsverfahren bedeuten zugleich auch Zeitersparnis und eine geringere Belastung für Patienten.

     

Digitale Anwendungen im Praxisalltag

Die Digitalisierung ist ein Trend, der zunehmend auch den Bereich der klinischen Kieferorthopädie erobert. Die unglaublich raschen Entwicklungen auf dem Gebiet der technischen Herstellungsverfahren bedeuten zugleich auch Zeitersparnis und eine geringere Belastung für den Patienten. Selten war es mit so wenig Aufwand möglich, so viele unterschiedliche Aspekte einer einfachen kieferorthopädischen Apparatur mit nur einem Tastenklick zu verändern und individuell anzupassen. Wie sieht also die Praxis der Zukunft aus?

Die zunehmende Digitalisierung ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Wir begegnen ihr fortwährend. Wann fährt der nächste Bus? Ein kurzer Blick auf das Smartphone und wir sind informiert. Die nächsten Ferien? Fünf Minuten „googeln“, Angebote vergleichen und schon ist der nächste Urlaub gebucht. Keine lästigen Umwege mehr und keine endlosen Wartezeiten in einem Reisebüro.
Der Trend der zunehmenden Digitalisierung lässt sich auch für die Zahnmedizin und den Bereich der klinischen Kieferorthopädie deutlich erkennen. Bringt die zunehmende Digitalisierung also wirklich Vorteile oder konkret gefragt, erleichtert sie unseren täglichen kieferorthopädischen Alltag? Was bringt uns wirklich weiter? Was wirft uns zurück? Und, wie können wir die digitalen Applikationen sinnvoll nutzen, um die Behandlung für unsere Patienten effizienter und besser zu gestalten?

Anwendungs- und Diagnosemöglichkeiten

Bei der digitalen Praxisorganisation hat der Computer die Krankengeschichte auf Papier schon länger abgelöst. Ein papierloses und damit karteikartenfreies Arbeiten ermöglicht grundsätzlich eine ausgesprochen effiziente und straffe Praxisorganisation – alle Unterlagen sind jederzeit von allen Computerarbeitsplätzen der Praxis abrufbar. Das ist ein klarer Vorteil für das Praxispersonal, da keine wertvolle Zeit für das Zusammenstellen von Patientenunterlagen verloren geht. Praxisabläufe, Patientenstruktur, Behandlungsplanung und Terminbuch sind jederzeit transparent darstellbar und sorgen für ein übersichtliches Praxismanagement. Dazu kommt die rasch, meistens bereits selbstständig im Hintergrund ablaufende Diagnostik, wie z. B. die Modell- und Platzanalyse nach Tonn und Bolton der kieferorthopädischen Software. Natürlich können hier die unterschiedlichsten Analysen abgerufen werden.
Die Digitalisierung erleichtert auch das Abrechnungswesen, ermöglicht konkret eine prozessorientierte Abrechnung in bereits vorkonfigurierten Abrechnungskomplexen, ein integriertes Qualitätsmanagement sowie ein transparentes Controlling. Dies ist nicht nur für die Bürokraft in der Praxis eine Erleichterung, sondern auch für den Behandler, der die Einträge und Tarifposten direkt in die digitale Karteikarte eingeben und erfassen kann. Das führt zu geringeren finanziellen Verlusten, da die direkte digitale Dokumentation am Behandlungsplatz weniger zum Vergessen von Behandlungsschritten und Eintragungen führt.
Durch gezielte Vorinformationen nach dem ersten Patient-Arzt-Kontakt via E-Mail können mögliche Unklarheiten im Vorfeld eines ersten Termins geklärt werden. Terminkoordinationen lassen sich schnell durch eine Praxismanagementsoftware erledigen, ohne dass die Bürokraft durch Telefonate gebunden ist. Eine Behandlung betreffende Fragen können durch das Bereitstellen von Anschauungsmaterial entweder auf einer Homepage oder via E-Mail einfach ohne zusätzliche Einbindung von Mitarbeitern beantwortet werden.
Das Patientenmanagement kann aber auch beliebig bis zur selbstständigen Online-Terminvergabe für die Patienten ausgebaut werden. So empfängt z. B. das Programm IEE-Systems (Michael Visse) den Patienten nach individueller und passwortgeschützter Anmeldung direkt mit Willkommens-E-Mails, versorgt ihn mit relevanten Informationen und bietet ihm sogar die Möglichkeit persönliche Patientenunterlagen auf einer Smartphone-App abzurufen und damit den Behandlungsfortschritt selbst zu verfolgen.
Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die digitale Fotografie, die durch immer höhere Auflösungen und standardisierte Aufnahmen bis hin zur Stereofotografie das Erfassen von Abweichungen zwischen intraoralen oder extraoralen Befunden ermöglicht. Digitale Bilder helfen Behandlungen zu planen, welche über die Klasse I im Munde hinausgehen und darauf abzielen, ein möglichst harmonisches Lachen zu kreieren (Digital Smile Design). Sie helfen Behandlungsabläufe und -fortschritte zu dokumentieren oder Aufklärungen zu Behandlungsverfahren und -konzepten zu unterstützen.

 

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Digitale Anwendungen im Praxisalltag: Yes we (s)can oder wie weit wollen wir gehen?

Aus der Zeitschrift IOK - Informationen aus Orthodontie und Kieferorthopädie Ausgabe 03/2017

 

 

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