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Doppelkronenversorgungen – noch up2date?

Bedingt durch die stetig steigende Anzahl von Implantationen und deutlichen Fortschritten der modernen Implantatprothetik stellt sich Behandlern und Patienten die Frage, ob herausnehmbarer Zahnersatz noch up2date ist.

Im Jahr 2009 lag der Anteil der über 65-Jährigen laut Statistischem Bundesamt bereits knapp über 19%. Schenkt man den demografischen Analysen Glauben, so wird der Anteil dieser „Golden Agers“ im Jahr 2030 auf knapp über 40% gestiegen sein. Dieser Wandel in der Alterspyramide wird auch an der modernen Zahnheilkunde nicht spurlos vorübergehen. Im Jahr 2000 veranlasste die Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e. V. eine Untersuchung zur Bedarfsentwicklung in der Zahnheilkunde bis zum Jahre 2020. Sie kam zu dem Ergebnis, dass der Bedarf an prothetischen Versorgungen unvermindert hoch bleiben wird, trotz zunehmender Prophylaxemaßnahmen und einem steigenden Gesundheitsbewusstsein wird sich die Zahnverlustrate nicht wesentlich vermindern.

Innerhalb der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen (Senioren) lag laut der DMS IV (Deutsche Mundgesundheitsstudie 2006) der Anteil der Zahnlosen bei 22,6% und zeigte sich damit gegenüber der DMS III aus dem Jahr 1997 leicht vermindert. Auch die durchschnittliche Anzahl fehlender Zähne sank leicht auf nun 14,2 Zähne. Insgesamt konnte die DMS IV bei den Senioren und den Erwachsenen überhaupt einen deutlichen Trend hin zu hochwertigem und festsitzendem Zahnersatz aufzeigen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Anteil des implantatgetragenen Zahnersatzes am Gesamtvolumen unter 3% beträgt.

„Wir leben länger, weil die Menschen in besserer Gesundheit alt werden. Der körperliche und geistige Verfall wird nach hinten verlagert und nicht ausgedehnt“, so James Vaupel, Direktor des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung in Rostock.

Demgemäß wird der Behandler in der modernen Zahnarztpraxis mit zunehmenden Erwartungen des Patienten an Funktion und vor allem Ästhetik des Zahnersatzes konfrontiert. Auch die prospektive Planung des Zahnersatzes zur Sicherung langfristiger Therapieerfolge stellt zusätzliche Anforderungen, im Einzelnen (nach Strub 1999):

  • funktionelle Rehabilitation
  • exzellente Ästhetik
  • Strukturerhalt oraler Gewebe und Schutz verbliebener Strukturen
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Langlebigkeit
  • gute Hygienefähigkeit
  • Reparatur- und Erweiterungsmöglichkeit
  • simples Handling auch durch manuell oder visuell limitierte Patienten

Eine gründliche klinische Befundung des aktuellen Zahnbestands sowie der umgebenden und bedeckenden Weichgewebe ist genauso unabdingbare Grundlage einer optimalen prothetischen Planung wie die röntgenologische Befundung der relevanten ossären Strukturen.

Besonders wichtig ist die Einschätzung der vorhandenen Restbezahnung bezüglich ihrer mittel- und langfristigen Erhaltungswürdigkeit, unter besonderer Berücksichtigung ihres parodontalen Zustands.

 

Lesen sie den gesamten Beitrag hier: Doppelkronenversorgungen – noch up2date?

Aus der Zeitschrift: Zahnmedizin up2date 01/2020

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