Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie

Ergeben sich aus der Anamnese, beim Screeningtest oder im Laufe einer Behandlung Hinweise auf funktionelle Störungen z.B. Kiefergelenksstörungen, erfolgt eine weitergehende Diagnostik mit zunehmender Komplexizität: diese reicht von der manuellen über die klinische Funktionsdiagnostik bis hin zur instrumentellen Diagnostik. Modelle sind häufig hilfreich, vorzugsweise zumindest arbiträr montiert.

Aus dem Ergebnis der Diagnose folgt die Funktionstherapie: in Form einfacher Verhaltensänderungen, über Eingliedern einer Schiene bis zur Neugestaltung der Artikulations- und Okklusionsverhältnisse. Steht am Ende der Behandlung ohnehin das Einfügen eines Zahnersatzes, muss dieser entsprechend gearbeitet werden. Vor seiner endgültigen Eingliederung ist eine angemessene Probezeit einzuhalten. Auch sollte nach dem Grundsatz “nil nocere” vor der Einleitung wiederherstellender Maßnahmen gesichert werden, dass durch die Behandlung keine Verschlimmerung der funktionellen Situation herbeigeführt wird.

Die Bestimmung des Status quo vor der Behandlung gibt Hinweise auf evtl. verborgene, gerade noch kompensierte Störungen im Kauorgan, die das Gelingen z.B. umfangreicher prothetischer Rekonstruktionen infrage stellen und so Misserfolge, auch in finanzieller Hinsicht, verursachen könnten.

Quelle:

Rationelle Arbeitsabläufe in der Zahnarztpraxis
Wilm-Gert EsdersRationelle Arbeitsabläufe in der Zahnarztpraxis

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