Lachgassedierung

  • Eine transparente Doppelnasenmaske ermöglicht die Kontrolle der Nasenatmung (Mit freundlicher Genehmigung von BIEWER medical Medizinprodukte, Koblenz).

     

Das dentale Angst- und Schmerzmanagement
Der effektive Umgang mit Angst und Schmerz gehört zum notwendigen Basiskönnen eines Zahnarztes. Pharmakologische Optionen des dentalen Angst- und Schmerzmanagements reichen von der Lokalanästhesie bis hin zur allgemeinen Anästhesie bzw. Vollnarkose. Bei Ersterer ist der Patient bei Bewusstsein, bei Letzterer nicht, und die Übergänge zwischen den dazwischenliegenden Stadien sind fließend. Auf diesem Kontinuum liegt die Sedierung (von lat. sedare, beruhigen), mit der die pharmakologisch induzierte Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems (ZNS) gemeint ist, und bei der ein Patient nicht zwingend das Bewusstsein verliert. Eine der sichersten Sedierungsmethoden ist die minimale Sedierung mit Lachgas (N2O), bei der Patienten das Gas über eine Nasenmaske inhalieren. Dieses Verfahren wird in Deutschland seit Jahren in der pädiatrischen Zahnmedizin eingesetzt und eignet sich zum Angst- und Schmerzmanagement von Patienten mit gering bis moderat ausgeprägter Zahnbehandlungsangst.

 

Grundlagen der dentalen Sedierung
Zum Verständnis der Wertigkeit von Lachgas als dentales Sedativum muss man wissen, wie die Sedierungstiefen im anästhesiologischen Kontext gegeneinander abgegrenzt werden. Die minimale Sedierung dämpft das Bewusstsein, wobei der Patient noch auf verbale Aufforderungen zu reagieren vermag. Das kardiovaskuläre System bleibt unbeeinflusst, und die Atmung ist ebenfalls normal. Die moderate Sedierung dämpft ebenfalls das Bewusstsein, wobei eine taktile Stimulation erforderlich sein kann, um den Patienten zu erwecken. Das kardiovaskuläre System ist unbeeinflusst und die Atmung normal. Die tiefe Sedierung verursacht eine starke Beeinträchtigung des Bewusstseins. Der Patient ist gar nicht oder nur schwer erweckbar und kann möglicherweise noch auf Aufforderungen reagieren. Die Atmung ist nur grenzwertig vom Patienten allein aufrechtzuerhalten. Wegen der Gefahr einer Atemwegsverlegung muss der Zahnarzt jederzeit bereit sein, einzugreifen, um die Atmung sicherzustellen. Das kardiovaskuläre System bleibt i. d. R. unbeeinträchtigt. Bei der Allgemeinanästhesie bzw. Vollnarkose ist der Patient bewusstlos und nicht in der Lage, selbstständig zu atmen. Er muss vom Anästhesisten künstlich beatmet werden und kann eine gestörte Herz-Kreislauf-Funktion haben.

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