Mundhygieneberatung

Die Anleitung zu einer individuell abgestimmten Zahn- und Mundpflege findet speziell im Rahmen einer Parodontalbehandlung statt oder auch generell, zum Einüben einer angemessenen dauerhaften Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen der IP-Leistungen.

Ziel ist es, dem Patienten das Gefühl zu vermitteln, dass er für die Pflege seiner Zähne etwas dazugelernt hat. Er soll seine Schwachpunkte kennen lernen und erkennen, dass er selber etwas für seine orale Gesundheit tun kann.

Ablauf

  • Zahnputzgewohnheiten erfragen:

Wie oft?

Welche Technik?

Welche Hilfsmittel?

Welche Zahnpasta?

Welche Zahnbürste?

Fluoridgel?

  • am Besten mit den eigenen mitgebrachten “Werkzeugen” eigene Putztechnik zeigen lassen,
  • Lippen mit Vaseline oder Kakaobutter schützen,
  • Plaque- oder Blutungsindex mit Dokumentation,
  • Zähne anfärben,
  • Ergebnis im Handspiegel zeigen und erläutern; dabei hinweisen auf parodontale (z.B. Spontanblutung) und kariöse Erkrankungen (z.B. white spots),
  • Erläuterung von Karies- und Zahnfleischerkrankungen, evtl. mit Bildmaterial oder am Modell,
  • Augenmerk auf Problemstellen richten (Zahnsäume, Interdentalräume, Nischen, Zahnersatz, Zahnflächen im “Windschatten”, Engstand),
  • evtl. Modelle anfertigen und bei der nächsten Sitzung an den Modellen die Problemzonen markieren,
  • dem Patienten Gedächtnisstützen (Zahnpflegeanleitungen) mitgeben,
  • adäquate Pflegetechnik zeigen und einüben,
  • Patienten loben und verbessern (niemals tadeln – der Zahnarzt ist Trainer und der Patient gönnt sich Trainerstunden),
  • keine unrealistischen Ansprüche – evtl. kleine Fortschritte als Zwischenschritte anstreben,
  • evtl. Empfehlung von besonders geeigneter Zahnbürste (manuell? elektrisch?) und Zahnpasta,
  • Interdentalraumreinigung zeigen, z.B. Anwendung von Zahnseide, Superfloss, Zahnhölzern, Interdentalraumbürste,
  • falls nötig: optimale Größe der Interdentalraumbürste bestimmen,
  • Reinigung der angefärbten Zähne als Übung für den Patienten, evtl. im Anschluss professionelle Zahnreinigung,
  • Patient soll sich hinterher besser fühlen,
  • zeitliches System der Zahnpflege etablieren – Gewohnheiten schaffen nach dem Motto:

die beste Zahnpflege ist die, die stattfindet,

  • in derselben Sitzung u.U. weitere Diagnoseunterlagen anlegen:

Zahnfarbe provisorisch bestimmen

Fotos anfertigen

 

Material

  • Tray für Prophylaxe
  • Modelle zur Demonstration (evtl. Gipsmodelle des Patienten – z.B. bei Parodontalbehandlung)
  • diverse Zahnbürsten
  • Zahnseide/Superfloss
  • Handspiegel
  • Bilder zu Demonstationszwecken

 

Nachbereitung

  • Dokumentation,
  • Folgesitzungen zur Überprüfung der Pflegetechnik vereinbaren, je nach Karies- bzw. Parodontitisrisiko des Patienten individuell abgestimmt.

Quelle:

Rationelle Arbeitsabläufe in der Zahnarztpraxis
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