• Fotografie

     

Praktikable standardisierte Fotografie in der Praxis – Schritt für Schritt

In der Zahnmedizin ist neben der klinischen und radiologischen Untersuchung die digitale Fotografie ein wichtiges Diagnostikum. Insbesondere bei ästhetischen Fragestellungen im Frontzahngebiet gewinnt die fotografische Darstellung einen zunehmenden Wert. In wissenschaftlichen Präsentationen sowie bei schriftlichen Publikationen ist die professionelle fotografische Bildgebung schon seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil. Dies ist nicht nur für den wissenschaftlichen Bereich notwendig, sondern auch im medizinischen Praxisalltag sinnvoll und ohne großen Aufwand möglich. Auch aus forensischer Sicht ist die Fotodokumentation ein relevanter Teil der Patientenakte. Um die Informationsquelle Fotografie fachgerecht auszuschöpfen und qualitativ hochwertige und vergleichbare Bilder zu generieren, wird ein standardisiertes Vorgehen und eine minimales Basis Set vorgeschlagen.

Schritt 1

Technische Ausrüstung

  • Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR-Kamera)
  • Makro-Objektiv mit einer festen Brennweite von 90 – 100 mm und Gitternetzlinien im Sucher der Kamera oder digital einblendbar
  • für intraorale Aufnahmen: Ringblitz; für extraorale Aufnahmen: Blitz mit Diffusor
  • Computer, Chip, Kartenleser, bei neueren Geräten: Übertragung mittels WLAN
  • Lippenretraktor, Lippenhalter, schwarzer Spatel oder Haken
  • angewärmter Fotospiegel.
  • Für das Fotografieren im manuellen Modus ist neben der Belichtungszeit die Blende das wichtigste Instrument zur Beeinflussung der Bildhelligkeit. Die Blende hat auch Einfluss auf die Tiefenschärfe. Je kleiner die Blendeneinstellung und somit je größer die Öffnung der Blende gewählt wird, desto kleiner wird der Bereich, in dem Objekte scharf abgebildet werden (kleine Tiefenschärfe). Die Tiefenschärfe wird auch durch den Abstand zwischen Objekt und Kamera beeinflusst. Je kürzer dieser Abstand ist, desto kleiner wird auch der Tiefenschärfebereich.

Schritt 2

Das Fotografieren

  • Einstellung intraoral: 100-mm-Objektiv, Verschlusszeit 1/125 s, Blende 22
  • Einstellung extraoral: 60-mm-Objektiv, Verschlusszeit 1/60 s, Blende 11

Alternativ kann auch das gleiche Objektiv für intra- und extraoral verwendet werden, um das Wechseln zu vermeiden. Dann muss nur die Verschlusszeit angepasst werden. Weitere Vorgehensweise: Lippenretraktor einsetzen, Patientenposition einstellen, Patientenstuhl auf Fotohöhe, mindestens ein Helfer.

Lesen sie den gesamten Beitrag hier: Praktikable standardisierte Fotografie in der Praxis – Schritt für Schritt

Aus der Zeitschrift: Zahnmedizin up2date 03/2019

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