• Karies

     

Reparatur/Korrektur von Kompositfüllungen – Schritt für Schritt

Restaurationen, die nur zum Teil einen insuffizienten Kavitätenrand aufweisen, müssen nicht komplett entfernt werden. Durch eine Reparatur kann ein weiterer Abtrag von Zahnhartsubstanz in intakten Bereichen der Restauration vermieden werden.

Das beschriebene Verfahren lässt sich ebenso anwenden bei Chipping-Frakturen im Approximalkontakt, bei der Korrektur von fehlenden Kontaktpunkten an Seitenzahn-Kompositfüllungen und zur Farbkorrektur von Kompositfüllungen im Frontzahnbereich.

Für die Haftung des zur Reparatur eingesetzten Komposits ist zunächst eine mikroretentive Oberfläche herzustellen, z. B. durch Sandstrahlen mit Aluminiumoxid. Zur Erhöhung der Benetzbarkeit sind die mikroretentiv vorbereiteten Substratoberflächen mit Universalprimern vorzubehandeln (z. B. Monobond Plus, Fa. Ivoclar Vivadent; Ceramic Primer, Fa. Kuraray).

Im Approximalbereich von Seitenzahn-Kompositfüllungen wird empfohlen, zuvor einen selbstretentiven Kasten in die vorhandene Kompositfüllung zu präparieren, der nicht unbedingt mit einem Pulverstrahlgerät vorbehandelt werden muss. Danach erfolgen die Korrekturschritte wie beschrieben.

 

Schritt 1: Ausgangssituation erfassen – Aktive Karies am Rand einer ansonsten klinisch suffizienten Kompositfüllung. Ein Komplettaustausch der Füllung würde zu unnötigem Zahnhartsubstanzverlust führen. Daher wird nur der insuffiziente Bereich der Restauration erneuert.

 

Schritt 2: Dentinkaries unter der Füllung entfernen – Nach Aufziehen der Fissur erscheint eine Dentinkaries, die bis unterhalb der Kompositfüllung reicht. Voraussetzung für den Erfolg einer Reparaturfüllung ist die sichere Kariesentfernung bis zum Übergang zwischen Restauration und Zahnhartsubstanz.

 

Schritt 3: Kompositoberfläche anrauen – Anrauen der Kompositoberfläche für 10 s durch Sandstrahlen mit Aluminiumoxid (Körnung 50 µm). Wegen der Nähe zu den freigelegten Dentinbereichen kommt eine Anwendung von SiO2-beschichteten Al2O3-Partikeln nicht infrage. Durch das Sandstrahlen entsteht eine mikroretentive Oberfläche im Komposit als Haftfläche für das Adhäsivsystem und das Kompositfüllungsmaterial.

 

Schritt 4:  Ätzen – Phosphorsäureätzung von Schmelz, Komposit (je 30 s) und Dentin (15 s) zur Erzeugung eines Ätzmusters im Schmelz und Freilegung von Kollagenfasern im Dentin. Die Ätzung der Kompositoberfläche hat ausschließlich eine Reinigungsfunktion.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Reparatur/Korrektur von Kompositfüllungen – Schritt für Schritt

Aus der Zeitschrift Zahnmedizin up2date 02/2017

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