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SOP Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis

Die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Behandlung während der Corona-Pandemie treffen Zahnärztinnen und Zahnärzte gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten. Grundsätzlich können Eingriffe notwendig werden, die nicht als Notfallbehandlung einzustufen sind.

Behandlungen von vulnerablen Patienten sind unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen auf Akut- und Notfallbehandlungen zu beschränken. Die Behandlung von Patienten mit Atemwegsinfektionen ist bis zum Abklingen des Infektes zu verschieben. Ist die Behandlung nicht verschiebbar, sind diese Patienten zum Hausarzt zum Ausschluss einer COVID-19-Erkrankung zu verweisen.

Die Notfallversorgung von COVID-19-Erkrankten, mit dringendem Verdacht oder unter Quarantäne stehenden Patienten ist vorzugsweise in den benannten Kliniken oder Schwerpunktpraxen vorzunehmen. Die Einstufung der Patienten und ob eine Behandlung notwendig ist, erfolgt – wenn möglich – bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung der Patienten. Unterstützung bieten hierbei ein Screening-Fragebogen und die vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) erstellten Flussdiagramme. Der Screening-Fragebogen klärt, ob eine Infektion oder ein Verdacht vorliegt, beurteilt gleichzeitig die Dringlichkeit der Behandlung und gibt eine Anleitung für die Verfahrensweisen in Standardvorgehensweisen (SOP).

 

Praxismanagement

Allgemein

Laut Robert Koch-Institut (RKI) besteht ein erhöhtes Risiko für eine Übertragung von SARS-CoV-2 auf Personal bei Aerosol produzierenden Vorgängen [4]. Die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen sollen vermieden werden.

Folgende Maßnahmen sollen angewendet werden:

  1. Die Verwendung von Ultraschallhandstücken, piezoelektrisch betriebenen Ultraschall- und Chirurgiegeräten vermeiden.
  2. Die Verwendung von Pulverstrahlgeräten (z. B. „Air-Flow“) vermeiden.
  3. Die Verwendung von Turbinen vermeiden.
  4. Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, eine Infektionsübertragung zu minimieren.
  5. In Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos entsprechende persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß tragen. Die zusätzliche Verwendung von Visieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung kann die Sicherheit weiter erhöhen.
  6. Weiterhin sollte jede Form der Behandlung von Risikogruppen (Senioren, multimorbide Patienten, immunsupprimierte oder immunreduzierte Patienten oder anders einschlägig gesundheitlich vorgeschädigte Patienten) auf ein absolut notwendiges Maß reduziert werden, besonders um Kontakte im Wartezimmer oder in der Praxis zu vermeiden.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag: SOP Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis
aus der Zeitschrift Zahnmedizin up2date 03/2020

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