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  • Dr. med. Reimar Banis
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  • 24.02.2005

Krebs und Karma

Viele Krebskranke suchen nach tiefer liegenden Ursachen für ihre Krankheit. „Warum hat es ausgerechnet mich erwischt?” lautet die Frage, die sie bedrängt. Niemand möchte auf sinnlose, zufällige Weise von Schicksalsschlägen getroffen werden, und so suchen sie nach dem verborgenen Sinn ihrer Krebserkrankung. „Habe ich was falsch gemacht?” und „Was will die Krankheit mir sagen?” lauten Fragen, auf die man eine Antwort möchte.

aus Erfahrungsheilkunde 2005; 54: 103-108

 

Als Arzt werde ich übrigens selten um Antworten auf solche Fragen gebeten, vermutlich, weil niemand damit rechnet, ich wüsste etwas dazu zu sagen. Aber aus den Gesprächen mit Krebskranken und ihren Angehörigen weiß ich, dass es die meisten umtreibt. Sie kaufen sich alle möglichen Ratgeber, beginnen mit einer regelrechten spirituellen Suche und greifen dabei nach jedem Strohhalm. Am populärsten sind dabei verständlicherweise solche Theorien, die für den medizinischen Laien nicht nur logisch klingen, sondern auch noch die ersehnte Heilung versprechen.

So schwierig es auch ist, wirklich stimmige, seelisch fördernde Ansätze zu finden, glaube ich trotzdem, dass es sich lohnt, hinter den Vorhang der Krebserkrankung zu blicken und nach tiefer gehenden Antworten zu suchen, die ins Spirituelle und meist sehr Persönliche hineinreichen. Naturwissenschaftlich ausgebildete und konservativ religiöse Menschen sehen das völlig anders, denn sie haben die Antworten bereits parat: Krebs ist laut dem Naturwissenschaftler genetisch und durch persönliches Fehlverhalten wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Umweltgifte erklärbar. Dass es den Einzelnen erwischt, ist demnach eine Frage von zufälligem Pech, ungenügender Aufklärung und mangelnder Eigendisziplin. Der konservativ Religiöse hat ebenfalls seine Antwort parat, die zusätzlich ein unbekanntes göttliches Schicksal ins Spiel bringt. Doch da fangen die Probleme bereits an, denn wie kann Gott uns lieben, wenn er uns mit Krebs straft?

Die meisten Religionen lösen das knifflige Problem, indem sie von ausgleichender Sühne für vergangene Sünden reden und davon, dass die Krankheit von höheren Mächten geschickt wurde, eventuell sogar vom Teufel, damit wir etwas abbüßen und seelisch reifen können. Insbesondere fernöstliche und esoterische Lehrer sprechen auch davon, dass Krebs das Karma vergangener Missetaten sein soll. Was an diesen Antworten wahr ist, möchte ich im Folgenden näher untersuchen. Nun werden sich viele Leser wundern, wie ich überhaupt solche Äußerungen machen kann, ich wüsste Antworten auf derart heikle und mystische Fragen. Denn wer weiß tatsächlich, was sich hinter den Kulissen der Krebskrankheit abspielt? Wer will darüber urteilen, ob es Dinge wie Gott, Wiedergeburt, Sühne und dergleichen überhaupt gibt?

Daher möchte ich vorausschicken, dass auch ich all diese Antworten nicht mit letzter Sicherheit beantworten kann. Ich bin kein erleuchteter Guru, sondern ein bodenständiger Allgemeinarzt mit eigener Praxis, der jedoch aufgrund seiner langjährigen ärztlichen Erfahrung dem Leser Hypothesen anbieten möchte, die einige Rätsel verständlicher machen und auch zum Nachdenken anregen sollen. Am meisten hilft mir dabei eine energiemedizinische Methode, die ich selbst entwickelt habe - die Psychosomatische Energetik -, mit der man das sonst unsichtbare feinstoffliche Energiefeld (die Aura) sowie darin abgelagerte seelische Energieblockaden (emotionale Konflikte) eines Patienten erkennen kann. Im Unterschied zu konventionell arbeitenden Kollegen glaube ich, dadurch tiefer liegende Vorgänge hinter der materiellen Fassade der Krankheit erkennen zu können, die solche weitergehenden Antworten erlauben.

 

Konflikte, Aura und Krebsentstehung

Bevor ich einen typischen Krebsfall aus meiner Praxis schildere, möchte ich meine Arbeitsmethode vorstellen. Die Psychosomatische Energetik habe ich 1997 erstmals öffentlich vorgestellt, und in kurzer Zeit hat sie sich bei vielen naturheilkundlich arbeitenden Ärzten und Heilpraktikern als Standardmethode etabliert. Bei den meisten Krebskranken finden wir mit dieser Methode stark erniedrigte Vital- und Emotionalwerte, das heißt, die Ladung der beiden wichtigsten feinstofflichen Energie-Ebenen ist drastisch erniedrigt. In der Regel bestätigen uns die Patienten, dass sie sich allgemein nicht mehr so gut wie früher fühlen. Sie sind eher antriebsarm, emotional unbeweglicher, leicht müde und weniger fit als normal, alles typische Zeichen erniedrigter Vital- und Emotionalwerte.

Nun hat ein niedriges Niveau an Lebenskraft nicht zwangsläufig Krebs zur Folge. Wir finden es bei der Mehrzahl unserer Kranken, allerdings in der Regel nicht so niedrige Werte wie bei den meisten Krebskranken. Deshalb kann man festhalten, dass schlechte Vital- und Emotionalwerte, insbesondere bei längerem Bestehen, bei der Mehrzahl aller Krebskranken ein typisches Zeichen der Krankheit sind. Ein niedriges Energiesystem schwächt nämlich den Stoffwechsel und die zelleigenen Reparaturvorgänge. Dabei spielt natürlich auch die Zelle selbst eine wichtige Rolle, sodass man nicht außer Acht lassen darf, dass bei Krebs unbestreitbar eine genetische Bereitschaft vorhanden sein muss. Welche Komponente dabei die führende Bedeutung hat, ist im Einzelfall unterschiedlich zu beurteilen: Bei Kindern und jüngeren Erwachsenen haben eher die Gene die Überhand, später die Umwelt und das gestörte feinstoffliche System. Krebs entsteht also aus unserer Sicht auf multifunktionelle Weise, und dabei spielt ein geschwächtes feinstoffliches Energiesystem eine bislang noch wenig beachtete Schlüsselrolle.

Wenn wir die Ursachen der Energieschwäche näher untersuchen, finden wir bei fast jedem Krebskranken

  • eine Erdstrahlbelastung, sowie fast immer
  • sehr große seelische Konflikte.

Beides sind bei Krebskranken typische Faktoren, die zusammen als Energieblockaden wirken und dem Kranken Lebenskraft (Vitalität) und emotionale Energie rauben. Die Bedeutung dieser beiden wichtigsten Energieblockaden möchte ich näher untersuchen, insbesondere auch im Hinblick auf die Rolle, die der einzelne Krebskranke dabei als Verursacher oder Mitgestalter spielt. Letztlich geht es dabei, was ich nicht verschweigen möchte, auch im weiteren Sinn um eine Schuldfrage.

 

Erdstrahlen

Erfahrene Rutengänger ebenso wie viele Naturheiler können bestätigen, dass es kaum einen Krebskranken ohne starke Erdstrahlbelastung gibt (meist in Form von geologischen Verwerfungen, unterirdischen Wasseradern sowie Curry- und Hartmanngittern). Wir haben in der Praxis die Erfahrung gemacht, dass ein guter Energietester mit einer speziellen homöopathischen Testampulle (Geovita®) sehr zuverlässig eine Erdstrahlbelastung feststellen kann. Man sollte danach einen guten Rutengänger kommen lassen und das Bett an einen guten Platz stellen.

Erdstrahlen sollte man nicht abschirmen, da das auf Dauer in allen von uns beobachteten Fällen unwirksam ist. Manchmal wird die Belastung dadurch sogar noch schlimmer!

Wenn man nun der Frage nachgeht, warum jemand sich auf einen gestörten Platz legt, spielen meines Erachtens neben der Unwissenheit (die bekanntlich nicht vor Strafe schützt) unbewusste Selbstbestrafungsmotive und vor allem der berühmte „unglückliche Zufall” eine Rolle. Selbstbestrafung deshalb, weil energetisch gesunde Erwachsene ebenso wie Tiere und kleine Kinder ein erdstrahlverseuchtes Bett in der Regel meiden, sofern sie das überhaupt können. Erfahrene Rutengänger berichten immer wieder von der erstaunlichen Beobachtung, dass sich Krebskranke in einem Lokal automatisch auf den am schwersten geopathisch gestörten Platz zu setzen pflegen. Offenbar werden Krebskranke von der „miesen Schwingung” förmlich angezogen, und das möchte ich als krankhaftes und selbstzerstörerisches Zeichen werten, wenn Menschen etwas für sie Schädliches tun.

Ein weiteres Rätsel ist der „unglückliche Zufall”, denn bei der heutigen Architektur, die Erdstrahlen bedauerlicherweise ignoriert und Schlafzimmer planerisch unverrückbar festlegt (weil dort die Nachttischschalter angebracht werden usw.), hat der Einzelne ein Risiko von eins zu zehn, nach Einzug in einem schwer geopathisch gestörten Bett, und ein Risiko von eins zu fünf, in einem mittelstark gestörten Bettplatz zu liegen. Die Frage ist nun, was hinter dem ominösen Zufall an geheimen Mechanismen steckt, also beispielsweise, ob man eine schicksalhafte Bestimmung daraus ableiten kann. Eine weitere Frage lautet, warum Menschen selbstzerstörerische Impulse in sich haben. Beide Fragen leiten über zum nächsten Thema, demjenigen von Karma und Konflikt.

 

Karma und Konflikt

Bei sehr vielen Krebspatienten finde ich besonders große Konflikte, die als Energieblockade wirken und von mir mittlerweile als wichtige Auslöser von Krebs angesehen werden. Häufig sitzt der so genannte „Zentralkonflikt” genau im Bereich des Primärtumors (oder ebenso häufig im korrespondierenden Energiesegment). Der Zentralkonflikt ist der größte von den durchschnittlich drei bis fünf großen Konflikten, die man bei den meisten Patienten im Lauf der ein- bis zweijährigen Behandlung findet. Dazu muss man zusätzlich wissen, dass Konflikte immer an einem bestimmten Segment angedockt sind, etwa ein seelischer Konflikt mit dem Thema „Wut” wird energetisch stets im Oberbauch sitzen ([Abb. 1]). Das zum Oberbauch korrespondierende Segment ist der Hals, sodass beispielsweise ein Patient mit Leberkrebs überzufällig häufig

  • entweder einen Zentralkonflikt im Oberbauch-Energiezentrum (dem 3. Chakra),
  • oder dem Hals-Energiezentrum (dem 5. Chakra) aufweisen wird.

 

Großer Chakra3-Konflikt - Bild: R. Banis

Abb. 1: Der Pfeil symbolisiert die "räuberische" Energie, die der Konflikt seinem Träger entzieht. Deshalb haben große Konflikte oft mehr Energie als der Konfliktträger!

 

Ein typisches Beispiel von einem (leider bereits verstorbenen) Patienten mag das erläutern:

Fallbeispiel

Es handelt sich um einen zurückhaltenden und für sein Alter recht rüstigen 71 Jahre alten Rentner.
Im Zweiten Weltkrieg Ansteckung mit Hepatitis C, er war seitdem weit gehend gesund und achtete immer auf seine Gesundheit.
Vor kurzem trat eine Gelbsucht auf, und in der Klinik wurde ein fortgeschrittenes Leberkarzinom diagnostiziert.

Im Energietest nur 60 % vital und 20 % emotionale Werte, erstaunlicherweise keine Geopathie (das schwer gestörte Bett, in dem er jahrzehntelang lag, wurde auf Anraten eines Rutengängers bereits vor 3 Jahren verstellt). Aktiver Zentralkonflikt im Hals (der mit dem Oberbauch korrespondiert) mit dem Thema "hastig".
Der Patient bestätigt, trotz seiner äußeren Ruhe ein innerlich sehr getriebener, unruhiger Mensch zu sein. Es handelt sich übrigens bei Zentralkonflikten im 5. Chakra typischerweise um einen phlegmatischen Charaktertyp (zwanghaft), der sich schon durch sein akkurates Schriftbild beim Ausfüllen des Anmeldeformulars zu erkennen gibt. Dazu passt ebenfalls, dass er früher als Angestellter eines Bürofachhandels wegen seiner Pünktlichkeit und Ordnungsliebe geschätzt wurde.

Gefühle hat er nach seinen Worten eher unterdrückt. Man sieht an dem Fall dieses Patienten, dass der Zentralkonflikt nicht nur die gestörten Körperbereiche vorgibt, sondern auch die individuelle Persönlichkeit definiert.

Die allermeisten Patienten bestätigen uns übrigens die Richtigkeit des von uns gefundenen Konfliktthemas. So wird ein Mensch mit einem Wut-Zentralkonflikt meist Probleme mit offener Aggression haben und unangenehme Dinge eher herunterschlucken, statt offen seine Meinung zu sagen. Unterschwellig brodeln dann in ihm Wutgefühle und Rachegedanken, die er aber meist vor sich und noch mehr vor anderen verdrängt und nicht wahrhaben will. Ich habe bei meinen langjährigen Forschungen insgesamt 28 Konfliktthemen gefunden, die an allen energetischen Körpersegmenten vom Kopf bis Becken angedockt sein können und unterschiedlichste Themen zum Inhalt haben ([Abb. 2]).

 

Die 28 Konfliktthemen und die sieben Chakras  - Foto: R. Banis

Abb. 2: Die 28 Konfliktthemen und die sieben Chakras

Die Frage stellt sich nun, woher solche Konflikte kommen. Wegen seiner Bedeutung bei Krebs möchte ich dabei vor allem den Zentralkonflikt betrachten. Die gängigen Modelle der Psychologie und Psychoanalyse behaupten, solche Konflikte kämen aus der frühesten Kindheit. Tatsächlich erinnern sich einige Patienten beispielsweise mit dem Zentralkonflikt „Wut”, als Kind geschlagen oder anderswie gedemütigt worden zu sein. Wenn man jedoch genauer nach dem Zeitpunkt der Konfliktentstehung forscht, tauchen Ungereimtheiten auf. So können erstaunlich viele Patienten ihr Konfliktthema überhaupt nicht mit irgendwelchen Kindheitserinnerungen in Verbindung bringen, was von Psychoanalytikern üblicherweise mit Verdrängung entschuldigt wird. Trotzdem bleibt ein gewisses Unbehagen zurück, denn es leuchtet kaum einem Patienten ein, von solch lebensentscheidenden Erlebnissen nichts zu wissen, und selbst bei Nachfragen von den eigenen Eltern nichts darüber zu hören.

Dass Konflikte womöglich gar nicht mit Erlebnissen im jetzigen Leben zu tun haben müssen, keimte als erster Verdacht, nachdem ich bereits bei Neugeborenen einen Zentralkonflikt gefunden habe. Wo soll der hergekommen sein, insbesondere, da sich die Mütter an keine Auffälligkeiten während der Schwangerschaft erinnern können. Das Rätsel klärte sich, als mir immer mehr Menschen mit Erfahrung in Reinkarnationstherapie sowie besonders mediale, hochschwingende Menschen von seelisch traumatisierenden Schlüsselerlebnissen in ihren früheren Leben erzählten. Und erstaunlicherweise deckte sich deren Inhalt perfekt mit dem Thema des Zentralkonflikts! Mittlerweile haben mich auch eigene Erlebnisse immer stärker davon überzeugt, dass wir als individuelle Seele zahlreiche Leben hinter uns haben, die beständig um das Zentralkonflikt-Thema kreisen, was sowohl die seelische Dynamik der Herkunftsfamilie als sämtliche anderen Details der eigenen Biografie anbelangt.

Patienten mit Erfahrungen in Reinkarnationstherapie zeigen die gleichen Konflikte wie solche ohne solche Vorerfahrungen. Deshalb rate ich im Allgemeinen von einer Reinkarnationstherapie (auch aus Neugier) ab, vor allem auch, weil sich emotional sehr aufwühlende Erlebnisse oft später als seelisch zu verstörend erweisen. Bei energetisch offenen, hochschwingenden Menschen zeigen sich darüber hinaus oft mehr und mehr spontan Erinnerungen, die mit früheren Leben zu tun haben, was mir viel normaler und gesünder vorkommt. Trotzdem gibt es einige wenige, seelisch relativ stabile Patienten, bei denen eine Reinkarnationstherapie Gutes bewirken kann.

Konkret bedeutet das, beispielsweise bei einem Wut-Thema irgendwann in einem früheren Leben schrecklich wütend gewesen zu sein, man es aber nicht hat zeigen dürfen, etwa, weil man ohnmächtig einem Unrecht ausgeliefert war. Von einem inkarnierten Leben zum anderen werden bei solchen Menschen ihre Schlüsselthemen „Böser Täter/ohnmächtiges (wütendes) Opfer” oder „Macht/(wütend machende) Ohnmacht” immer wieder inszeniert, als hätte man es mit einer Endlosschleife zu tun. Dabei können Täter und Opfer durchaus einmal wechseln, aber entscheidend ist sicherlich der Aspekt unterdrückter Aggressionen, der selten ausgelebt wird. Karma hat aus dieser Betrachtungsweise dann nicht die Bedeutung von Wiedergutmachung, wie viele fälschlicherweise glauben, sondern führt zu stumpfsinniger Wiederholung des immer Gleichen. Stets sucht man sich unbewusst eine Familie, einen Partner oder eine Lebenssituation, wo das eigene seelische Thema dramatisiert und wiederbelebt werden kann, man also beispielsweise wie beim Konflikt „Wut” überzufällig häufig eine ohnmächtige Wut erleben muss.

Wenn man sich die unbewusste Dynamik eines beliebigen Konflikts anschaut, so ist stets eine selbstschädigende Komponente sowie ein mehr oder minder großer Energiemangel im Spiel. Menschen mit dem Thema „Wut” neigen deshalb sehr oft zu Süchten, mit dem sie ihren Energiemangel kompensieren wollen. Auch neigen sie zu anderen selbstschädigenden Verhaltensweisen, haben oft Übergewicht (seltener Magersucht), rauchen und trinken zuviel, sind wegen ihrer Aggressionshemmung und Energieschwäche oft eher bequem und leiden daher an Bewegungsmangel. Wenn moderne Epidemiologen bei Krebs von einer teilweise selbstverursachten Folge eines ungesunden Lebensstils sprechen, so wird aus psychoenergetischer Sicht eine Folge zur Ursache erhoben, und man übersieht die tiefer liegende seelische Dynamik. Denn der unbewusst wütende Mensch lebt nicht nur aus purer Dummheit und Bequemlichkeit ungesund (das spielt natürlich auch eine Rolle), sondern wird vor allem von seiner unbewussten Seelendynamik dazu getrieben.

Dazu kommt noch ein weiterer verhängnisvoller Umstand, der mit den psychoenergetischen Resonanzgesetzen zu tun hat, nach denen sich Gleiches anzuziehen pflegt. Ein Mensch mit einem großen aktiven Zentralkonflikt wird deshalb durch Resonanz eher in die missliche Lage kommen, beispielsweise ein geopathisch gestörtes Bett zu haben. Vermutlich fällt ihm die störende Strahlung seiner Bettstatt auch weniger auf, gemäß der gängigen Beobachtung, dass energieschwache Menschen allgemein gefühlsmäßig gröber und oft geradezu blockiert reagieren. Ihnen fällt meist gar nicht auf, wie sehr sie sich durch ihren Lebensstil ständig selbst schädigen. Erst wenn man ihre Energieblockaden auflöst, können solche Menschen wieder die Negativität und Schädlichkeit bestimmter Einflüsse wahrnehmen, denen sie vorher unbemerkt ausgesetzt waren. Dazu gehören übrigens auch negative soziale Einflüsse, etwa in Form einer destruktiven Partnerschaft.

Eine weitere, sehr diffizile Frage beschäftigt sich damit, ob eine reinkarnierende Seele weiß, was auf sie zukommt. Denn wenn man einen Körper mit Krebsneigung vorgeburtlich wählt, so würde man im Grunde selbst für seine Krankheit verantwortlich sein. Das erscheint mir jedoch eher die Ausnahme zu sein, etwa bei angeborenen Behinderungen und bestimmten frühkindlichen Tumoren, wo die Seele genau spürt, was auf sie zukommt. Darüber hinaus scheinen mir nur wenige Menschen wie hoch entwickelte tibetanische Lamas in der Lage zu sein, ihre Wiedergeburt auf bewusste Weise zu wählen. Ich glaube, dass die meisten Menschen durch unbewusste Neigungen und Resonanzgesetze, denen sie willenlos gehorchen, in bestimmte Wiedergeburten hineingeraten. Dazu spricht auch das wichtige Postulat des freien Willens gegen eine Theorie der Vorherbestimmung - wer an Karma als unverrückbares Schicksal glaubt, wie das in Indien teilweise immer noch der Fall ist (nach Meinung von Indienkennern übrigens ein wesentlicher Grund für die sozial lähmende Rückständigkeit des Kastenwesens), der sieht Menschen als willenlose Roboter, was sie zweifellos nicht sind.

Zusammengefasst glaube ich, dass keine göttliche Vorhersehung oder finsteren Mächte an einer Krebserkrankung schuld sind, sondern dass die Menschen ihre Krankheit zu einem mehr oder minder großen Anteil selbst verursachen. Das tun sie einerseits durch Fehlverhalten wie Rauchen, Übergewicht und dergleichen, wie das die moderne Medizin epidemiologisch festgestellt hat, dahinter verbergen sich jedoch unbewusste selbstschädigende Verhaltensweisen, die mit Konflikten zu tun haben. Somit verbergen sich hinter der Kulisse der vordergründigen Geschehnisse uralte seelische Verletzungen, die uns dazu treiben, unbewusst etwas Schädliches zu tun. Dazu gehört auch die Stumpfheit gegenüber vielen schädigenden Faktoren wie Erdstrahlen, Zigarettenrauch, Umweltgiften oder Elektrosmog, die Faulheit wegen Energiemangel, die zu Bewegungsmangel führt und die menschlich soziale Selbstzerstörung, ein mehr oder minder unzufriedenes oder sogar unglückliches Leben zu führen. All diese Faktoren sind dabei Teile eines Puzzles, deren Teile je nach Fall unterschiedlich große Bedeutung haben - man muss deshalb die Gesamtheit des Problems sehen, das wesentlich von unbewussten Konflikten gesteuert wird.

 

Krebstherapie durch Energietherapie

Wenn man die Bedeutung des Zentralkonflikts verstanden hat, erhebt sich natürlich zwangsläufig die Frage, ob seine Heilung Krebs verhüten oder sogar heilen kann. Das geschilderte Beispiel des Leberkrebspatienten beweist, dass eine Konfliktheilung bei fortgeschrittenen Tumoren höchstens die Lebensqualität verbessert und - wie mir der Sohn des Patienten später erzählte - die Leiden des sterbenden Vaters bis zuletzt erträglich machen kann (er brauchte bis zuletzt kaum Schmerzmittel). Bei nicht so weit fortgeschrittenen Tumoren sehen wir dagegen erstaunliche Besserungen, insbesondere, wenn direkt nach Operation und Bestrahlung beziehungsweise Chemotherapie mit der Energietherapie begonnen wird. Solche Patienten vertragen die Chemotherapie oft viel besser und scheinen - nach den Fällen zu urteilen, die ich und andere, ähnlich arbeitende Therapeuten behandeln - viel weniger Rückfälle und Metastasierungen zu zeigen.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer, um Krebs rechtzeitig zu verhüten, besteht in einer frühzeitigen Energiebehandlung. Der beste Beweis dafür sind zahlreiche ältere Menschen, die bis ins hohe Alter gesund geblieben sind, bei denen ich keine aktiven Konflikte und keine anderen Energieblockaden wie Erdstrahlen finden kann. Offenbar verdanken sie ihre Gesundheit zum Großteil ihrer unblockierten Energie. Würde man nun rechtzeitig (am besten schon in der Kindheit) Energieblockaden auflösen und verhüten, vor allem durch Auflösung der Konflikte, durch geopathiefreie Betten, weniger Elektrosmog (z.B. Handys) usw., wäre bereits viel gewonnen. Denn solche energetisch sensiblen Kinder würden selbstschädigende Verhaltensweisen, die oft ein Hilfeschrei der Seele sind, also Rauchen, hochprozentiger Alkohol, andere Drogen, Übergewicht und Bewegungsmangel, automatisch vermeiden. Dadurch würde nach meiner Einschätzung die Wahrscheinlichkeit einer späteren Krebskrankheit drastisch sinken.

 

Zusammenfassung

Krebs wird von manchen Menschen – insbesondere in esoterischen Kreisen – alskarmische Schuld aufgefasst, die angeblich der Vergeltung früherer Missetatendient. Viele Betroffene entwickeln aufgrund dieser Theorie Schuldgefühhle undwerden depressiv, weil sie sich auf tiefer seelischer Ebene bei der Entstehung ihrerKrankheit schuldig fühlen.

Die Frage ist, ob es überhaupt Beziehungen zwischenKarma und Krebs gibt und welche Bedeutung dem zukommt. Der Vortragende hatsich über 30 Berufsjahre als Arzt, Heilpraktiker und Forscher intensiv mit demThema auseinander gesetzt. Er hat zahlreiche spirituelle Modelle studiert undeine eigene Methode namens "Psychosomatische Energetik" entwickelt, mitder man verborgene seelische Konflikte aufspüren und ihren Bedeutungsinhaltstudieren kann. Dabei ist ein differenziertes Bild der Krebsentstehung entstanden,das zeigt, dass die Wahrheit vermutlich komplexer ist, als es die herkömmlichenKarma-Theorien wahrhaben wollen.

Als Vortrag gehalten auf dem 12. Internationalen Krebskongress der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK), Mai 2004, Celle


Autor/Literatur

Korrespondenzadresse

Dr. med. Reimar Banis
Rubimed AG, Med. Abteilung
Grossmat 3, CH-6052 Hergiswil

drbanis@rubimed.com 

Literatur

[1] Banis R: Durch Energieheilung zu neuem Leben. Petersberg: Via Nova;2002.
[2] Banis R: Lehrbuch der PsychosomatischenEnergetik. Kirchzarten:VAK; 2003.
[3] Banis U: Erdstrahlen & Co. Heidelberg:Haug; 2001.
[4] Evans-Wentz WY: Das TibetanischeTotenbuch (oder die Nachtod-Erfahrungenauf der Bardo-Stufe). Oltenund Freiburg: Walter; 1971.
[5] Jones C: Die letzte Reise – Eine Kulturgeschichtedes Todes. München/Zürich: Piper; 1999.
[6] Kübler-Ross E: Über den Tod und dasLeben danach. Güllesheim: Silberschnur;1991.
[7] Mann AT: Das Wissen über Reinkarnation.Frankfurt/Main: Zweitausendeins;1995.
[8] Powers R: Reinkarnation oder dieIllusion der persönlichen Identität.Schliersee: Ch. Falk; 1989.
[9] Schroeder B: Atemekstase – Rebirthing.Essen: Synthesis.
[10] Schwarz R: Die Krebspersönlichkeit.Stuttgart: Schattauer; 1994.
[11] Stevenson I: Wiedergeburt – Kindererinnern sich an frühe Erdenleben.Frankfurt/Main: Zweitausendeins;1992.
[12] Tschuschke V: Psychoonkologie. PsychologischeAspekte der Entstehungund Bewältigung von Krebs. Stuttgart:Schattauer; 2002.
[13] Woolger R: Die vielen Leben derSeele – Wiedererinnerung in dertherapeutischen Arbeit. München:Hugendubel; 1992.
[14] Zander H: Geschichte der Seelenwanderungin Europa – alternativereligiöse Traditionen von der Antikebis heute. Darmstadt: Primus; 1999.

 


 

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