• Editorial
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  • M. Parzeller, M.A. Verhoff
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  • 21.03.2014
  • Medizin und Recht - eng verflochten. Foto: K. Oborny

    Medizin und Recht sind eng verflochten. Ärzte sollten sich deshalb bemühen, die juristischen Aspekte ihrer Berufung zu kennen. Sonst handeln sie unverantwortlich gegenüber sich - und anderen.

     

Medizin & Recht - Editorial zur Serie

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt a. Main veröffentlichen wir eine Serie von Artikeln, die sich mit Themen an der Schnittstelle zwischen Medizin und Recht befassen. Hier ein Geleitwort der Initatoren dieses Projekts.

 

Die Verständigung zwischen Medizinern und Juristen verläuft nicht immer störungsfrei. Um diesem Manko früh zu begegnen, bemüht sich das Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik der Goethe-Uni Frankfurt am Main schon seit Jahren, den Studenten-Unterricht möglichst interdisziplinär zu gestalten. Ein zentraler Baustein dieses Konzepts ist das Frankfurter inter­disziplinäre medizin­rechtliche Seminar. Es dient nicht nur als Wahlpflichtfach der Vorklinik für Studierende der Medizin, sondern auch als Schwerpunkt­bereichsseminar der Kriminalwissenschaften für Studierende der Rechtswissenschaft. Hier erarbeiten sich Studierende beider Fachdisziplinen die Materie gemeinsam anhand mehrerer komplementärer Themenblöcke und diskutieren ihre Ergebnisse anschließend mit ihren Dozenten. So fördert das Seminar den für Ärzte und Rechtsanwälte wichtigen fachübergreifenden Dialog.

Um die im Seminar gewonnenen Erkenntnisse einem breiteren Kreis von Studierenden zugänglich zu machen, haben Seminarteilnehmer und -leiter die erarbeiteten Aspekte publizistisch aufbereitet. Die entstandenen Artikel befassen sich mit der Ärztlichen Aufklärung und Einwilligung des Patienten, mit Aspekten der Schweigepflicht bei Kindesmisshandlung, dem ärztlichen Behandlungsfehler, mit Fragen des Todes (Feststellung, Sterbehilfe) und der Organspende sowie dem Doping im Sport. Die dargestellten Fälle und Personen sind fiktiv, entsprechen aber realen Konstellationen aus der aktuellen Rechtsprechung. Die Autoren haben sich auf die relevanten Eckpunkte der Themen­blöcke konzentriert. Wer tiefer einsteigen möchte, findet über die Literaturhinweise bei den Artikeln ausreichend Material.

Bei den Themen dieser Serie handelt es sich um komplexe Sachverhalte. Im konkreten Fall sollte deshalb eine juristische Beratung in Anspruch genommen werden. Zudem sind die aktuellen Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Wissenschaft zu beachten.

Wir hoffen, mit dieser Serie ein medizin­rechtliches Interesse bei allen Lesern zu wecken!

Assessor Prof. Dr. med. Markus Parzeller (Seminarleiter und Unterrichtsbeauftragter)


Prof. Dr. med. Marcel A. Verhoff (Institutsleiter)

 


Die Serie besteht aus sechs Artikeln.
Bisher wurden veröffentlicht:

Teil 1: Ärztliche Schweigepflicht und Kinderschutz - Schweigen ist Silber, Handeln ist Gold
(veröffentlicht in Via medici 3.14)

Teil 2: Die Funktion von Aufklärung und Einwilligung - Der Arzt als Körperverletzter

Teil 3: Feststellung des Hirntods bei potenziellen Organspendern - Dead or Alive
(veröffentlicht in Via Medici 4.14)

Teil 4: Doping im Sport und Strafrecht

Teil 5: Sterbehilfe - Tod auf Rezept?
(wird am 26.9.14 veröffentlicht in Via Medici 5.14)

Teil 6: Medizinische Behandlungsfehler

 

 

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