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  • Sarah Schroth
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  • 24.08.2021

Alternativen zum Arztberuf

Als Arzt arbeitet man in einer Klinik oder Praxis? Nicht unbedingt, denn für Mediziner gibt es auch Berufe jenseits von OP und Notaufnahme.

 

Medizinjournalist 

Bleistift - ©Andrey57641/Fotolia.com

 

Medizinjournalist – eine der vielen Alternativen zum Arztberuf ©Andrey57641/Fotolia.com

 

Wenn dir die Kreativität im Arztberuf fehlt und es deine Lieblingsbeschäftigung ist, seitenlange Patientenanamnesen zu schreiben, dann könnte der Medizinjournalismus was für dich sein. Der Job eines Medizinjournalisten ist vielseitig. Es gibt Jobs bei der Zeitung, bei Verlagen, Magazinen, beim Fernsehen, beim Hörfunk oder bei diversen medizinischen Gesellschaften im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Von Lyrik, über Fachartikel bis hin zu Belleristik ist hier alles erlaubt und grundsätzlich auch möglich.

Zum Berufsbild „Medizinjournalist“ führen viele Wege. Wichtig ist, dass man das Schreiben als Handwerk begreift, das richtig erlernt werden muss. Ein Großteil der Berufs­anfänger absolviert zunächst ein Volontariat. Es dauert meist eineinhalb bis zwei Jahre und wird in einer Redaktion abgeleistet. Ein Pluspunkt dieses Wegs: Volontäre erleben den Redaktionsalltag hautnah und sammeln dabei wertvolle praktische Erfahrungen. Eine zweite Möglichkeit, in den Journalismus einzusteigen, führt über ein Studium der Journalistik, Publizistik oder Kommunikationswissenschaft. Entsprechende Grund- oder Aufbaustudiengänge werden von verschiedenen Unis und Fachhochschulen angeboten. Sie führen zum Abschluss Diplom, Bachelor oder Master. Alternativ kann man als angehender „Schreiberling“ versuchen, einen der heiß begehrten Plätze an einer Journalistenschule, zum Beispiel der Henry-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, zu ergattern. Ein Kandidat muss dafür Aufnahme­prüfungen bestehen, Arbeitsproben abliefern und sich oft gegen Hunderte von Mitbewerbern durchsetzen. Gerade für Berufsanfänger ist das eine enorme Herausforderung.

Neben dem Wunsch und dem dazugehörigen Talent, sich mit schwarzer Tinte auf weißem Blatt auszudrücken, gehört zu dem Beruf des Medizinjournalisten viel Eigenmotivation, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Nur die wenigsten Medizinjournalisten finden einen Job mit einem festen Arbeitsvertrag. Der klassische Medizinjournalist arbeitet als Freelancer, hangelt sich von Auftrag zu Auftrag und nutzt oft die eigenen vier Wände oder das Café um die Ecke als Arbeitsraum. Manche Medizinjournalisten sind nur im Nebenberuf Journalisten und arbeiten z.B. 50 Prozent noch in der Klinik oder der eigenen Praxis. Auch eine gute Möglichkeit, um beide Leidenschaften zu verbinden.

Der Verdienst als Medizinjournalist ist leider nicht so rosig wie der eines Chefarztes. Die meisten Medizinjournalisten schaffen es erst nach mehreren Jahren, von ihrem Beruf gut leben zu können. Ein grosses Netzwerk von Kunden und Arbeitgebern aufzubauen ist daher das A und O.

Ein klarer Vorteil sind die Arbeitszeiten. Natürlich hat man auch hier Phasen mit viel Druck und Stress, aber in den meisten Fällen kann man seine Zeiten relativ flexibel einteilen. Und als freier Journalist ist man sowieso sein eigener Chef.  

 

 

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