• Interview
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  • Marina Hiller
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  • 20.04.2012

Unternehmensgründung im Studium

Ursula Neubauer und Teresa Toth, zwei Medizinstudentinnen im KPJ aus Innsbruck, haben letztes Jahr ein Modelabel ins Leben gerufen. Aber wie genau kam es zu der Idee und welche Hürden gab es bei der Umsetzung? Unsere Lokalredakteurin Marina Hiller hat sich mit einer der Unternehmensgründerinnen unterhalten.

> Wie bist du zum Mützennähen gekommen?

Ursula Neubauer: Durch meinen Vorsitz in der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) hatte ich immer einiges zu tun und es fiel mir extrem schwer, mich auf die Vorlesungen zu konzentrieren, weil ich immer im Kopf hatte, was ich noch zu erledigen habe. Also habe ich irgendwann angefangen, in der Vorlesung zu stricken. Das ging so weit, dass ich irgendwann eine Mütze pro Tag gestrickt habe, was natürlich nach und nach ziemlich ins Geld ging, weil ich so viel Wolle gekauft habe. Deshalb habe ich eine Freundin von mir, Teresa, die sehr gut und auch sehr gerne strickt, gefragt, ob sie nicht Lust hätte, eine kleine Firma mit mir zu gründen. Diese Idee stieß natürlich am Anfang auf einige Skepsis, aber wir haben es tatsächlich durchgezogen und ein Unternehmen in Deutschland angemeldet.

 

 

 Mützen von Zuckerhut - Foto: U. Neubauer

Die süßen Mützen von Zuckerhut

> Welche Probleme bzw. Hürden gab es und wie läuft es bisher?

Gerade am Anfang hatten wir einen enormen bürokratischen Aufwand und es galt, einige Dinge mit der Handels - bzw. mit der Handwerkskammer zu klären. Aber nachdem dann endlich alles geregelt war, lief es ziemlich gut. Bisher hatten wir ca. 80 Aufträge. Zu Hochzeiten, wie zum Beispiel vor Weihnachten, kam es schonmal vor, dass wir beide jeweils eine Mütze pro Tag gestrickt haben. Das ist dann eigentlich auch das Maximum dessen, was man zu zweit gerade noch so stemmen kann.

 

> Welche Pläne habt ihr für die Zukunft eures Modelabels?

Wir wollen auf jeden Fall neben der Arbeit weitermachen und sind gerade am Überlegen, eventuell noch Loop-Schals in die Kollektion aufzunehmen. Außerdem ist eine Homepage im Aufbau, über die dann in Zukunft auch bestellt werden kann.

 

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg! Ich freu mich auf die Loop-Schals!

Wer sein Mediziner-Köpfchen von nun an mit den Mützen und Stirnbändern aus Innsbruck schmücken und wärmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich die Facebook-Seite anzuschauen. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei… ;)

 

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