• Pressemeldung
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  • Ines Elsenhans
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  • 23.10.2015

Bronchien-Schienen aus dem Drucker

3D-gedruckte Schienen können verhindern, dass die Bronchien von an Tracheobronchomalacia erkrankten Babys kollabieren.

 

©Mopic/Fotolia.com

©Mopic/Fotolia.com

 

Neugeborene, die an einer Tracheobronchomalacia leiden, haben einen schweren Start ins Leben. Ursache für die Krankheit ist eine instabile Trachea, deren Knorpelgewebe zu weich ist. Besonders beim Einatmen kann die Lunge kollabieren, da in dieser Phase ein Unterdruck vorhanden sein muss, um den Luftstrom in die Lunge zu ermöglichen. 

Bisher wurde solche Kinder mit einer künstlichen Beatmung therapiert, für die sie oft mit Medikamenten ruhiggestellt werden mussten. Nach ein paar Monaten verstärken sich die Knorpel von selbst.

Ärzte des Kinderkrankenhauses der University of Michigan haben nun 3D-gedruckte Schienen entwickelt, welche die Bronchien wie ein Korsett stützen. Zunächst haben sie die betroffenen Luftröhrenbereiche per Computertomografie vermessen, um dann am Computer die passenden Schienen zu entwickeln. Per 3D-Drucker druckten sie die Schienen aus dem Kunststoff Polycabrolacton aus. In einer OP nähten die Ärzte dann die Schienen um die betroffenen Tracheaäste herum an. Das Ergebnis verblüffte sie selbst: die schienen halten die Luftröhren zuverlässig offen. und boten genügend Platz, dass die Knorpel weiter wachsen konnten. Da der Kunststoff abbaubar ist, wird er sich allmählich auflösen und die Luftröhren der Kinder werden ganz normal entwickelt sein.

 

Quelle des Artikels: Technology Review

 

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