• Lernhilfe
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  • Christina Liebermann
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  • 10.07.2013

Spickzettel Infarkt-EKG

Die EKG-Veränderungen beim akuten Myokardinfarkt auf einen Blick


Stadieneinteilung nach EKG-Kriterien

Stadium I: Akuter Infarkt ("frischer Infarkt", a, b): Die QRS-Veränderungen bleiben meist dauerhaft bestehen, während die ST-Strecken-Veränderungen teilweise nur kurzfristig vorhanden sind.

– "Erstickungs-T": initial kurzfristige ST-Strecken-Hebung, wegen kurzer Dauer dem EKG-Nachweis häufig entgehend,

– "monophasische Deformierung": ST-Strecken-Hebung mit unmittelbarem Übergang in T-Welle (a),

– "R-Verlust/-Reduktion": R-Zacken-Amplitude nimmt ab oder geht verloren,

– vergrößerte Q-Zacken (tief und breit): eintretende Myokardnekrose (b).

Stadium II: Zwischenstadium ("subakuter Infarkt", c). Tage bis Wochen andauernd.

Rückbildung der ST-Strecken-Elevation. Ausnahme: Ventrikelaneurysma mit persistierender ST-Strecken-Hebung (oft verbunden mit R-Verlust und breiten Q-Zacken oder QS-Komplexen).

Stadium III: Endstadium ("chronischer Infarkt", d): Wochen bis Monate dauernd. Meist vollständige Rückbildung der ST-Strecken-Veränderungen, Persistenz der QRS-Veränderungen. Das Ausmaß ("Tiefe") der Q-Zacken kann im Verlauf erheblich abnehmen.

Abb. 1.14 Das in a dargestellte Erstickungs-T und die monophasische Deformierung (ST-Strecken-Hebung mit unmittelbarem Übergang in die T-Welle) ist nur selten nachweisbar; b Reduktion oder Verlust der R-Zacke, vergrößerte Q-Zacken; c Rückbildung der ST-Streckenhebung; d persistierende QRS-Veränderungen und weitere Rückbildung der ST-Streckenveränderung.

 


Diese Inhalte sind entnommen aus Greten, Innere Medizin, Verstehen - Lernen - Anwenden, 2002.

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