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  • 25.01.2016

Spickzettel Antibiotika

Seit Alexander Flemming 1928 das Penicillin erfand, sind im Laufe der Jahre immer mehr Antibiotika hinzugekommen. Um dennoch den Überblick zu bewahren findet ihr hier die indizierten Antibiotika für Atem- und Harnwegsinfekte, sowie eine Übersicht mit einer Auswahl an Antibiotika mit Dosierungen, Indikationen und anderen Informationen.

 

Pillen - Foto: ©Maksym Yemelyanov/Fotolia.com

©Maksym Yemelyanov/Fotolia.com

 

Bei der Verordnung sollte immer im Einzelfall abgewogen werden, ob und welches Antibiotikum nötig ist, und die aktuellen Erkenntnisse im Auge behalten werden: So wurde beispielsweise jüngst im British Medical Journal (BMJ 2015;351:h6544) berichtet, dass viele unkomplizierte Blasenentzündungen bei gesunden Frauen auch ohne Antibiotika ausheilen.

Cave: Die Übersicht ersetzt nicht die Beipackzettel der Medikamente. Die Medikamenteneinnahme erfolgt in eigener Verantwortung.

 

Hier kannst du dir die Tabelle downloaden

 

Atemwegsinfekte

  Mittel der ersten Wahl  Dauer  Indiziert bei 
A-Streptokokken-Angina einschl. Scharlach Penicillin V 7-10 Tage Positivem Abstrich
Akute Rhinosinusitis Amoxicillin 5-7 Tage hoher Wahrscheinlichkeit auf bakterielle Infektion
Akute Otitis media Amoxicillin 5-7 Tage Säuglingen
oder
ausgeprägten Krankheitszeichen
Leichtgradige ambulant erworbene Pneumonie Amoxicillin Mind. 2-3 Tage nach klinischer Besserung, max. 8 Tage  

 

Harnwegsinfekte

  Mittel der ersten Wahl  Dauer Indiziert bei
Unkomplizierte Zystitis  Frauen: Fosfomycin-Trometamol
Männer: Fluorchinolone

Einmaltherapie 3Tage

Zystitiden, die z. B. mit Dysurie, Algurie, Unterbauchschmerzen und/oder neu auftretender Inkonti-nenz einhergehen 
Unkomplizierte Pyelonephritis Ciprofloxacin Levofloxacin 7-14 Tage  

 Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

 

Antibiotika und deren Dosierung (Erwachsene), Ausscheidung, Wirkspektrum sowie Indikationen

Wirkstoff

Dosierung

in mg (wenn nicht anders angegeben) durchschnittliche Gabe einer durchschnittlichen Einzeldosis (1-mal die Höchstdosis oder mehrmals täglich die niedrige Dosierung),
*Anpassung bzw. *KI Kontraindikation bei Niereninsuffizienz
 

Pharmakologisch relevante Metabolisierung/
Ausscheidung 
Wirkspektrum Indikationen
   oral  parenteral    

 

ZELLWANDSYNTHESE-INHIBITOREN

Penicilline

Penicillin V  3–4,5 Mio IE
(in 3 ED) * 
   renal grampositive Kokken (Streptokokken, Pneumokokken), nicht penicillinasebildende Staphylokokken Infektionen
der oberen Luftwege, Scharlach(-prophylaxe),
Erysipel, leichte Zahninfektionen
Penicillin G
(=Benzylpenicillin)
  600–3 000 (in 4–6 ED);
Erhöhung bis maximal
36 000 * 
renal grampositive Stäbchen (Corynebakterien, Clostridien),
gramnegative Kokken (Meningokokken, Gonokokken), Spirochäten (Treponema
pallidum, Borrelien),
einige Anaerobier
Angina tonsillaris, Scharlach, Erysipel sowie Diphtherie (zusätzlich
zu Antitoxin), Meningitis, Gonorrhö, Syphilis, Borreliose
Flucloxacillin 3.000
(in 3–4 ED) *
3.000–4 000 (–12 000)
(in 3–4 ED) *
hepatisch, renal (oral)
renal, biliär (parenteral)
Staphylokokken nicht lebensbedrohliche Staphylokokken-Infektionen
Ampicillin  2.000–6 000
(in 3–4 ED) *
 1.500–6.000 (–15.000)
(in 2–4 ED) *
biliär, renal (oral)
renal (parenteral)
breites Wirkspektrum
grampositive Bakterien (auch Listerien, Enterokokken)
erweitertes Erregerspektrum (im gramnegativen Bereich
z. B. H. influenzae, Helicobacter pylori)
Erweiterung des Spektrum durch Kombination mit β-Laktamaseinhibitor
Atemwegsinfektionen (Sinusitis, Otitis media,
Bronchitis), Infektionen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich,
Haut- und Weichgewebe-Infektionen,
intraabdominellen und urogenitalen Infektionen
u.a.
Amoxicillin  1.500–3.000
(in 3–4 ED) *
  renal breites Wirkspektrum
grampositive Bakterien (auch Listerien, Enterokokken)
erweitertes Erregerspektrum (im gramnegativen Bereich
z. B. H. influenzae, Helicobacter pylori)
Erweiterung des Spektrum durch Kombination mit β-Laktamaseinhibitor
Atemwegsinfektionen (Sinusitis, Otitis media,
Bronchitis), Infektionen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich,
Haut- und Weichgewebe-Infektionen,
intraabdominellen und urogenitalen Infektionen
u.a.
Mezlocillin    1.000–5.000 (–20.000)
(in 1–3 ED) *
renal, biliär grampositive und gramnegative Bakterien, besonders
Enterobakterien 
schweren Mischinfektionen z. B. Infektionen
der Atemwege, des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereichs,
von Haut und Weichgewebe, des Urogenitaltrakts, intraabdominelle Infektionen

 

Cephalosporine

 

Cefaclor  1.500 (in 3 ED)    renal grampositive Keime, eingeschränkte Wirksamkeit
gegen gramnegative Erreger wie H. influenzae
leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen 
Cefalexin 1.500–3 000
(in 3–4 ED)*
  renal grampositive Keime leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Cefadroxil 1.000–2.000
(in 1–2 ED) *
  renal grampositive Keime leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Cefuroxim-Axetil 500–2.000 (in 2 ED) *   renal grampositive, gramnegative Keime leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Cefpodoxim-Proxetil 200–400
(in 1–2 ED) *
  renal v. a. gramnegative Keime, mittlere Aktivität gegen Staphylokokken leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Cefixim 400 (in 1–2 ED) *   renal (biliär 10 %) v. a. gramnegative Keime leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Ceftibuten 400 (als ED) *    renal v. a. gramnegative Keime leichte bis mittelschwere Atem-, Haut- und
Harnwegsinfektionen
Cefazolin   1.000–2.000 (–6.000)
(in 2–3 ED) * 
renal v. a. grampositive Keime Staphylokokkeninfektionen, perioperative Prophylaxe, leichtere Wundinfektionen
Cefuroxim 1.500–6.000
(in 2–4 ED) *
renal grampositive Erreger, zusätzlich gramnegative
Keime wie Haemophilus influenzae, Gonokokken,
Meningokokken und Enterobakterien
perioperative Prophylaxe, leichtere Organinfektionen,
Haemophilus-Infektionen
Cefotaxim 2.000–12.000
(in 2–4 ED) *
hepatisch, renal gramnegative Keime (aber nicht: Enterobacter
und Pseudomonas)
kalkulierte Initialtherapie, schwere Infektionen, Einmalbehandlung der Gonorrhö
Ceftriaxon 1.000–4.000 (als ED) * renal, biliär gramnegative Keime (aber nicht: Enterobacter
und Pseudomonas)
kalkulierte Initialtherapie, schwere Infektionen, Einmalbehandlung der Gonorrhö
Ceftazidim 2.000–6.000
(in 2–3 ED) *
renal gramnegative Keime inklusive Problemkeime
wie Enterobacter und Pseudomonas
Cefepim: zusätzlich grampositive Bakterien wie Staphylokokken
Infektionen mit P. aeruginosa, Enterobakterien, meist in Kombination
Cefepim 4.000–6.000
(in 2–3 ED) *
renal gramnegative Keime inklusive Problemkeime
wie Enterobacter und Pseudomonas
Cefepim: zusätzlich grampositive Bakterien wie Staphylokokken
schwere Mischinfektionen wie Pneumonie, Infektionen des Bauchraums, der Gallen und Harnwege usw.
Ceftarolin 1.200 (in 2 ED) * renal grampositive Keime einschließlich MRSA sowie gramnegative Keime wie E. coli, Haemophilus
influenzae, Klebsiella pneumoniae
komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen,
ambulant erworbene Pneumonie

 

Carbapeneme

Imipenem   2.000–4.000
(in 3–4 ED) *
renal  grampositive und gramnegative Bakterien, Anaerobier
und problematische Erreger 
bei Patienten (v. a. mit Abwehrschwäche) mit schweren Mischinfektionen und schweren Infektionen vor dem Erregernachweis sowie bei Versagen anderer Antibiotika, in Kombination mit einem Aminoglykosid bei schwerer
Pseudomonaden-Infektion
(Reserveantibiotika bei schweren Mischinfektionen) 
Meropenem   1.500–6.000
(in 3 ED) *
renal grampositive und gramnegative Bakterien, Anaerobier
und problematische Erreger
bei Patienten (v. a. mit Abwehrschwäche) mit schweren Mischinfektionen und schweren Infektionen vor dem Erregernachweis sowie bei Versagen anderer Antibiotika, in Kombination mit einem Aminoglykosid bei schwerer
Pseudomonaden-Infektion
(Reserveantibiotika bei schweren Mischinfektionen)
Ertapenem   1.000 (als ED) * renal grampositive und gramnegative Bakterien, Anaerobier
und problematische Erreger
bei Patienten (v. a. mit Abwehrschwäche) mit schweren Mischinfektionen und schweren Infektionen vor dem Erregernachweis sowie bei Versagen anderer Antibiotika, in Kombination mit einem Aminoglykosid bei schwerer
Pseudomonaden-Infektion
(Reserveantibiotika bei schweren Mischinfektionen)
Doripenem   1.500–3.000 (in 3 ED) * renal grampositive und gramnegative Bakterien, Anaerobier
und problematische Erreger
bei Patienten (v. a. mit Abwehrschwäche) mit schweren Mischinfektionen und schweren Infektionen vor dem Erregernachweis sowie bei Versagen anderer Antibiotika, in Kombination mit einem Aminoglykosid bei schwerer
Pseudomonaden-Infektion
(Reserveantibiotika bei schweren Mischinfektionen)

 

Glykopeptide

Vancomycin   2.000 (in 2–4 ED) * renal  grampositive Erreger  Reserveantibiotika bei schweren Infektionen mit hochresistenten grampositiven Erregern z. B. bei multiresistenten Staphylokokken, penicillinresistenten Pneumokokken, Enterokokken, Corynebakterien, Listerien, Clostridien 
Teicoplanin   200–800 (in 1–2 ED) * renal grampositive Erreger Reserveantibiotika bei schweren Infektionen mit hochresistenten grampositiven Erregern z. B. bei multiresistenten Staphylokokken, penicillinresistenten Pneumokokken, Enterokokken, Corynebakterien, Listerien, Clostridien

 

Fosfomycin

Fosfomycin-Trometamol  3.000 (als ED) *    renal grampositive, gramnegative Bakterien, einige Anaerobier unkomplizierte
Harnwegsinfekte der Frau 
Fosfomycin    6.000–16.000
(in 2–3 ED) *
renal grampositive, gramnegative Bakterien, einige Anaerobier i. v. Reserveantibiotikum
bei schweren Infektionen
(Erregerempfindlichkeit testen!)

 

MEMBRANINTERAGIERENDE SUBSTANZEN

Lipopeptide

Daptomycin    4–6 mg/kg KG (als ED)  renal  grampositive – auch multiresistente
– Bakterien 
 i. v. bei komplizierten Haut und
Weichgewebeinfektionen, Endokarditis, Sepsis
(Reserveantibiotikum bei schweren
Infektionen durch grampositive Bakterien)

 

DNA-INTERAGIERENDE SUBSTANZEN

Flourchinolone

Norfloxacin  800
(in 2 ED) * 
  hepatisch, renal (biliär)
Inhib. von CYP1A2
gramnegative Erreger  Harnwegsinfektionen 
Ciprofloxacin 1.000–1500
(in 2 ED) *
800–1.200 (in 2–3 ED) *  hepatisch, renal
Inhib. von CYP1A2
gramnegative Erreger, nur schwach wirksam gegen grampositive Erreger Harnwegs-, Gallenwegs-, Darminfektionen,
Salmonellose
Ofloxacin 200–400
(in 1–2 ED) * 
  renal
Inhib. von CYP1A2
gramnegative Erreger, nur schwach wirksam gegen grampositive Erreger Harnwegs-, Gallenwegs-, Darminfektionen,
Salmonellose
Enoxacin 400–800
(in 1–2 ED) *
  renal
Inhib. von CYP1A2
gramnegative Erreger, nur schwach wirksam gegen grampositive Erreger Reisediarrhö, Typhus, Pseudomonas-
Infektionen
Levofloxacin 250–1.000
(in 1–2 ED) *
250–1.000 (in 1–2 ED) * renal
Inhib. von CYP1A2
gramnegative Erreger, zusätzlich grampositive und atypische (intrazelluläre und zellwandlose) Erreger ambulant erworbene Pneumonie,
komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
Moxifloxacin 400 (als ED) 400 (als ED) hepatisch, renal Inhib. von CYP1A2 gramnegative Erreger (breitestes Wirkspektrum), grampositive Erreger, atypische (intrazelluläre und zellwandlose) Erreger, Anaerobier ambulant erworbene Pneumonie,
komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen

 

Ansamycine

 

Rifabutin 150–600
(in 1–2 ED) * 
  hepatisch, renal
Indukt. von CYP450-
Enzymen 
Tuberkelbakterien (primäre Resistenz der Tuberkelbakterien in Europa selten, bei HIV-positiven Patienten häufiger),
grampositive sowie intrazelluläre Bakterien
(bei Monotherapie Gefahr von sekundärer Resistenzentwicklung) 
in Kombination mit anderen Wirkstoffen
Mycobacterium-avium Infektionen bei AIDS-Patienten, Tuberkulose 
Rifapentin 450–600
(2-mal wöchentlich)
  hepatisch, biliär (renal)
Indukt. von CYP450-
Enzymen
siehe Rifabutin Tuberkulose
Rifampicin 450–600
(in 1–2 ED)
450–1 200 (in 1–3 ED)  hepatisch, biliär
(renal)
Indukt. von
CYP450-Enzymen
siehe Rifabutin Legionellose, Rickettsiose, Staphylokokkeninfektionen, bei MRSA-Infektionen in Kombination mit Vancomycin zur Vorbeugung sekundärer Resistenzbildung

 

Nitroimidazole

 

Metronidazol  200–2.000
(in 2–3 ED) 
1.500 (in 3 ED)  hepatisch, renal  obligat anaerobe Bakterien, einige Protozoen Infektionen mit obligat anaeroben Bakterien (Clostridien und sporenlose Anaerobier), einigen mikroaerophile Stäbchen (Helicobacter
pylori), anaerob wachsenden Protozoen (Trichomonas vaginalis, Entamoeba histolytica
und Gardia lamblia), häufig als Kombinationspartner in der Helicobacter-pylori- Eradikationstherapie, bei anaeroben Mischinfektionen (z. B. Peritonitis, Aspirationspneumonie), Amöbenruhr sowie des Amöbenleberabszesses, perioperativen Antibiotikaprophylaxe vor gynäkologischen Operationen
Lokal: Zahn- und Hautinfektionen 

 

PROTEINSYNTHESE-INHIBITOREN

Oxazolidinone

Linezolid
*KI bei schwerer Niereninsuffizienz 
 1.200 (in 2 ED) 1´.200 (in 2 ED)  hepatisch, renal, biliär  multiresistente Staphylokokken, vancomycinresistente Enterokokken, Penicillin-G-resistente Pneumokokken  Infektionen durch hochresistente
grampositive Erreger
(Reserveantibiotikum) 

 

Aminoglykoside

schwere Infektionen, bei Versagen anderer Aminoglykoside
Gentamicin  3–6 mg/kg KG (in 1–2 ED) *  3–6 mg/kg KG (in 1–2 ED) * renal gramnegative Erreger, v. a. Enterobakterien, Pseudomonaden
(bes. Tobramycin) und Mykobakterien
(Streptomycin: Tuberkulose, Pest, Tularämie)
schwere Infektionen wie Peritonitis, Harnwegsinfektionen,
Wundbehandlung 
Amikacin 15 mg/kg KG (als ED) * 15 mg/kg KG (als ED) * renal siehe Gentamicin schwere Infektionen, bei Versagen anderer Aminoglykoside
Tobramycin 3–5 mg/kg KG (als ED) * 3–5 mg/kg KG (als ED) * renal siehe Gentamicin Pseudomonaden-Infektionen

 

Tetrazykline

Doxycyclin 50–300 (als ED) 100–200 (als ED)  biliär, renal  breites Wirkspektrum Spirochäten, grampositive und gramnegative sowie intrazelluläre Keime (Chlamydien, Mykoplasmen, Rickettsien)
Cave: resistente Stämme 
Infektionen durch Chlamydien, Yersinien, Rickettsien, Borrelien, Mykobakterien, Tularämie, Lues, Aktinomykose, Cholera, Rosacea, leichten Atemwegsinfektionen, Akne
Minocyclin 100 (in 2 ED) *KI   biliär siehe Docycyclin Infektionen durch Mykobakterien, Akne

 

Glycylcycline

Tigecyclin    initial 100, danach 100 (in 2 ED) (hepatisch), biliär,
renal
Staphylokokken, Enterokokken, Streptokokken, Clostridien, Bacteroides-Arten, einige Enterobakterien  komplizierten Haut- u. Weichgewebsinfektionen, komplizierten intraabdominellen Infektionen (auch durch hochresistente Erreger)
wenn andere Antibiotika (vermutlich) nicht wirken 

 

Makrolide

Erythromycin  1.500–2.000(–4.000)
(in 3–4 ED) * 
115–20 mg/kg KG (in 3–4 ED) *  hepatisch, biliär
(renal) Inhib. von CYP3A4 
breites Wirkspektrum aerobe grampositive Bakterien (Streptokokken) und intrazelluläre bzw. zellwandlose Keime (Chlamydien, Mykoplasmen) sowie einige gramnegative Bakterien (Legionellen), und Toxoplasmen Legionellose, als 2. Wahl bei Atemwegsinfektionen durch intrazelluläre Erreger
Clarithromycin 500–1.000
(in 2 ED) *
1 000 (in 2 ED) * hepatisch, biliär
(renal) Inhib. von CYP3A4
siehe Erythromycin Atemwegserkrankungen durch intrazelluläre Keime, Streptokokkeninfektionen (bei Penicillinallergie), Eradikationstherapie von Helicobacter pylori
Roxithromycin 300
(in 1–2 ED)
  hepatisch, biliär (renal)
Inhib. von CYP3A4
siehe Erythromycin Atemwegserkrankungen durch intrazelluläre Keime, Streptokokkeninfektionen (bei Penicillinallergie), Infektionen von
Haut und Weichgewebe
Spiramycin 1.500–2.250
(in 2–4 ED)
  hepatisch, biliär siehe Erythromycin Toxoplasmose während der Schwangerschaft
Azithromycin 500–1.000 (als ED) 250–500 (als ED) hepatisch, biliär,
renal
siehe Erythromycin Atemwegsinfektionen durch intrazelluläre Erreger,
Streptokokkeninfektionen (bei Penicillinallergie), Hautinfektionen

 

Lincosamide

 

Clindamycin 1800
(in 3–4 ED) * 
1.200–2.700
(in 2–4 ED) *
hepatisch, biliär,
renal 
grampositive Bakterien, Anaerobier  in Kombination bei schweren Anaerobierinfektionen, zur oralen Nachbehandlung der Osteomyelitis, Staphylokokkeninfektionen
(bei Penicillinallergie), lokal bei Akne, in der Zahnmedizin 

 

Nitrofurane

Nitrofurantoin *KI  100–400 (in 1–4 ED)     renal ausschließlich bakteriostatisch  unkomplizierten Harnwegsinfekte 

 Quelle: Kurzlehrbuch Pharmakologie, Thieme

Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie
Thomas Herdegen, Ruwen Böhm, Peter Gohlke, Gerd LuippoldKurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie

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